EZB Gefährlicher Geldregen

Seite 2/2

Großteil des Geldes fließt in Sachwerte

EZB-Präsident Mario Draghi hält an seinem Kurs fest. Quelle: dapd

Das betrifft auch die horrenden Kredite, die diese gegenüber der deutschen Bundesbank haben. Schon heute betragen die sogenannten Target-Forderungen fast eine halbe Billion Euro. Mit dem frisch geliehenen Zentralbankgeld können die Länder ihre Leistungsbilanzdefizite bezahlen und die Targetsalden schwellen weiter an und damit die Risiken für den deutschen Steuerzahler. Denn ob diese ihr Geld jemals wiedersehen, ist mehr als ungewiss.

Notenbanken im Kaufrausch
Ben Bernanke Quelle: dpa
Bank of London Quelle: REUTERS
Yen-Schein Quelle: REUTERS
Eine Ein-Euro-Münze und ein Schweizer Franken Quelle: dpa

Zudem gehen Marktbeobachter davon aus, dass in ein Großteil des Geldes nicht in PIIGS-Staatsanleihen fließen wird, sondern in Sachwerte. Schon jetzt zeigen sich erste Anzeichen einer Blase auf dem deutschen Häusermarkt. Im vergangenen Jahr seien die Preise für Wohnimmobilien um rund 5,5 Prozent gestiegen, meldet die Bundesbank im jüngsten Monatsbericht, nach plus 2,5 Prozent im Vorjahr.

Gefährliche Gewöhnungseffekte

Auch die Gewöhnungseffekte durch den Drei-Jahres-Tender sind gefährlich. Die Banken könnten annehmen, die Geldflut ende  nie auf und sich riskant aufstellen.

Und zuletzt: Die Geschäftsbanken sind keine Heilsarmee. Auch wenn eine Kreditklemme den PIIGS-Staaten den Todesstoß versetzen könnte, haben sie aus Eigeninteresse ihre trotz des Drei-Jahres-Tender Darlehensvergabe eingedampft.

  • 1
  • 2
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%