EZB Mario Draghi lässt Leitzins bei 0,05 Prozent

Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Das beschloss der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) nach Angaben der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt.

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält an ihrer Politik der extrem niedrigen Zinsen fest. Wie erwartet beschloss der EZB-Rat am Donnerstag in Frankfurt, den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent zu belassen. Das teilte die Notenbank mit. Damit bleibt Zentralbankgeld für Geschäftsbanken extrem günstig.

Seit März versuchen die Währungshüter, die Konjunktur und den Preisauftrieb zusätzlich mit einem gewaltigen Kaufprogramm anzuschieben: Monatlich 60 Milliarden Euro sollen in Staatsanleihen und andere Vermögenswerte investiert werden, insgesamt 1,1 Billionen Euro bis September 2016. Bis zum 28. August hat die EZB in diesem Rahmen allein Staatsanleihen im Gesamtvolumen von rund 289,5 Milliarden Euro erworben.

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Das frische Geld kommt im Idealfall über Geschäftsbanken in Form von Krediten bei Unternehmen und Verbrauchern an. Das soll Investitionen und Konsum anschieben und so die Konjunktur in Schwung bringen und die Inflation anheizen.

Die Teuerung im Euroraum ist jedoch weiterhin weit vom EZB-Ziel von knapp unter 2,0 Prozent entfernt. Im August verharrte die jährliche Inflationsrate im Euroraum nach Zahlen von Eurostat bei 0,2 Prozent. Deshalb erwarten einige Experten bereits, dass die EZB ihr Kaufprogramm aufstocken könnte.

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