EZB Zentralbank kauft Anleihen für 26 Milliarden Euro

Bis zum 20. März hat die Europäische Zentralbank mit ihrem riesigen Anleihenkaufprogramm Bonds im Wert von über 26 Milliarden Euro gekauft. Sie selbst ist überzeugt von ihrem Plan. EZB-Präsident Draghi ist zufrieden.

Blockupy-Demonstranten randalieren in Frankfurt
Nach den schweren Ausschreitungen vom Mittwochmorgen ist die Demonstration gegen die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main am Nachmittag friedlich geblieben. Die Polizei zählte am Mittwochnachmittag rund 17.000 Menschen, die sich nach der dreistündigen Hauptkundgebung der Blockupy-Bewegung auf dem Frankfurter Römerberg zu einem Protestmarsch durch die Innenstadt formierten. Quelle: dpa
Demonstranten der Blockupy-Bewegung Quelle: dpa
Demonstranten der Blockupy-Bewegung Quelle: AP
Demonstranten und Polizisten geraten aneinander. Quelle: dpa
Ein Polizeiwagen ist bei Ausschreitungen in Frankfurt in Brand geraten. Quelle: dpa
Schwarze Rauchschwaden ziehen am 18.03.2015 in Frankfurt am Main an der Skyline der Finanzmetropole vorbei, Quelle: dpa
Eine durch Demonstranten zerstö?rte Frontscheibe eines Feuerwehrfahrzeugs Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bisher im Rahmen ihres massiven Staatsanleihen-Programms Bonds für 26,3 Milliarden Euro erworben. Die Zahl umfasse Käufe bis zum 20. März, teilten die Euro-Währungshüter am Montag mit. Die Abwicklung braucht normalerweise zwei Geschäftstage. Die EZB hatte am 9. März mit den Bondkäufen begonnen, die sich insgesamt auf über eine Billion Euro summieren sollen.

Bis September 2016 planen die Währungshüter je Monat Anleihenkäufe im Volumen von 60 Milliarden Euro. Die EZB will mit der großen Geldschwemme - im Fachjargon "QE" (Quantitative Easing) genannt - die Kreditvergabe der Banken beflügeln und die Konjunktur anschieben. Die aktuell sehr niedrige Inflation in der Euro-Zone soll auf diese Weise wieder nach oben getrieben werden und sich der Zielmarke der Währungshüter von knapp unter zwei Prozent nähern. Davon ist die Teuerung mit minus 0,3 Prozent im Februar allerdings noch deutlich entfernt.

Der Kampf der EZB gegen die Krise

Nach eigener Einschätzung ist die EZB gut in ihr über eine Billion Euro schweres Anleihenkaufprogramm gestartet. "Zu diesem Zeitpunkt sehen wir keine Anzeichen dafür, das es für uns nicht genug Anleihen zu erwerben gibt", sagte EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss im Europaparlament in Brüssel. Die Währungshüter seien auf Kurs.

Bis September 2016 soll der monatliche Anleihenkauf von 60 Milliarden Euro weitergehen. Untergrenze ist dabei eine Rendite von minus 0,2 Prozent - das entspricht dem aktuell geltenden Einlagenzins.

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Draghi zufolge beginnen die gesunkenen Finanzierungskosten für Banken bereits die Kreditkosten für Haushalte und Firmen zu beeinflussen. Durch die gesunkenen Kreditzinsen würden auch neue Investitionsprojekte - die bislang als unprofitabel galten - attraktiv werden.

Nach Einschätzung des EZB-Präsidenten befindet sich die Wirtschaft im Euro-Raum auf Erholungskurs. Kurzfristig sollte dies die Nachfrage nach Krediten und Investitionen unterstützen. "Die jüngsten Daten und Umfragen zeigen, dass das Wachstum an Schwung gewinnt", sagte Draghi. Die Grundlage für die wirtschaftliche Erholung des Währungsraums habe sich deutlich verstärkt.

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