WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Flüchtlingszuzug Arbeitsintegration kostet mehr als eine Milliarde Euro

Arbeitsministerin Andrea Nahles will bis zu 1,1 Milliarden dafür ausgeben, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu bringen. 2016 sollen sich die Ausgaben inklusive der Sozialkosten auf drei Milliarden Euro belaufen.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Arbeitsministerin Andrea Nahles will die Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren. Quelle: dpa

Arbeitsministerin Andrea Nahles will die zugereisten Flüchtlinge mit dem Einsatz von 600 Millionen bis 1,1 Milliarden Euro in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren. „Ziel muss es sein, dass die Menschen, die zu uns kommen, zügig in Arbeit kommen“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag bei der Beratung des Bundeshaushaltes 2016 im Bundestag.
Die Sozialkosten zur Hilfe zum Lebensunterhalt bezifferte sie auf ein bis zwei Milliarden Euro, abhängig von der Zahl der Asylanträge, der Anerkennungen und vom Familiennachzug. Damit gab Nahles Hinweise darauf, wie sich die im Grundsatz beschlossenen Mehrausgaben des Bundes aufteilen könnten.

Was Flüchtlinge dürfen

„Aus den Flüchtlingen sollen möglichst schnell Nachbarn und Kollegen werden“, sagte Nahles. „Am liebsten wollen die Leute für sich selbst sorgen.“ Dafür seien unter anderem zusätzliche Dolmetscher in den Jobcentern nötig. Alleine für berufsbezogene Sprachförderkurse würden 2016 180 Millionen Euro zusätzlich gebraucht.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Nahles machte deutlich, dass sie dauerhaft höhere Investitionen für nötig hält. „Es wird nicht damit getan sein, dass wir jetzt für ein Jahr auf Krisenmodus schalten.“ Befristete Stellen etwa bei der Bundesagentur für Arbeit würden nicht ausreichen.

Der Bedarf an Qualifizierung bei den Zugereisten sei groß. „Nicht einmal jeder Zehnte kann direkt in Arbeit und Ausbildung kommen.“ Mitarbeiter der Agentur für Arbeit sollten bald in vielen Städten so früh wie möglich in die Aufnahmeeinrichtungen gehen, um den konkreten Bedarf an ergänzenden Qualifizierungen am Einzelfall zu ermitteln.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%