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Frankreich-Wahl Schlechte Nachrichten für Europa

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Muss sich Europa Sorgen machen? Ja!

Die 10 Kandidaten der Frankreich-Wahl
Marine Le Pen – die Wütende Quelle: dpa
Nicolas Dupont-Aignan – der Euroskeptiker Quelle: dpa
Jacques Cheminade – Der Querulant Quelle: dpa
François Bayrou – der Königsmacher Quelle: dpa
Eva Joly – die Enttäuschende Quelle: dpa
Nathalie Arthaud – die letzte Trotzkistin Quelle: dpa
Philippe Poutou – der letzte Trotzkist Quelle: dpa

Und auf der Linken? Der Jubel im Lager der Sozialistischen Partei ist angesichts des Ergebnisses für Hollande groß. Nach 17 Jahren könnte erstmals wieder ein Sozialist in den Élysée-Palast einziehen. Auch die extreme Linke, hat Grund zur Freude: Ihr Kandidat Jean-Luc Mélenchon kommt auf 11 Prozent der Stimmen. Zwar lag er in den Umfragen schon bei 15 Prozent, aber viele seiner Wähler entschieden wohl in der letzten Minute, doch für Hollande zu stimmen.

Muss sich Europa angesichts dieser Ergebnisse Sorgen machen? Ja!

Kein Rückhalt für das Projekt Europa

Da ist einmal das Ergebnis von Le Pen, die eine radikale Gegnerin der europäischen Einigung ist und den Euro lieber heute als morgen wieder durch den Franc ersetzen würde. Wenn jetzt knapp ein Fünftel der Franzosen für sie stimmen, bedeutet das auch, dass das Projekt Europa in einem seiner Gründerstaaten nicht mehr viel zählt.

Zum anderen sind da die zwei Kandidaten, die jetzt in die Stichwahl gehen. Europa sich muss aber nicht deshalb sorgen, weil Hollande, der den europäischen Fiskalpakt neu verhandeln will, vor Sarkozy liegt. Insgesamt unterscheiden sich die Programme der beiden Kandidaten kaum. Grund zur Sorge gibt vielmehr die Tatsache, dass bisher keiner der Kandidaten über die harten Reformen geredet hat, die dem Land bevorstehen. Denn der neue Präsident muss die Staatsausgaben in den Griff bekommen und die Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig machen. Schliddert Frankreich weiter Richtung Abgrund, ist auch die Zukunft des Euro gefährdet - Le Pen hin oder her.

Wer von den beiden Kandidaten die besseren Ideen hat, die Probleme des Landes anzugehen und das Land in die Zukunft zu führen, das haben Franzosen und Europäer bisher nicht erfahren. Und das wird sich leider auch in den kommenden zwei Wochen kaum ändern.

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