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Front National Rechtsextreme Partei leiht sich Geld aus Russland

Der rechtsextreme Front National hat aus Russland einen Millionenkredit erhalten. Die Bank gehört einem Oligarchen, dem gute Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin nachgesagt werden.

Nationalisten schwimmen auf der Euro-Welle
„Die EU ist ein impotentes Imperium, das Frankreich ausgeplündert hat.“Frankreich steht vor ungemütlichen Wochen. Der rechtspopulistische Front Nation von Parteichefin Marine Le Pen ist Umfragen zufolge die derzeit populärste Partei in Frankreich. Nach Siegen bei Regionalwahlen hoffen die Euro- und Europa-Kritiker nun, auch bei der Europawahl im kommenden Jahr punkten zu können. Aggressiver als alle anderen Politiker hat Le Pen die Ängste vor der Globalisierung und vor den Folgen der Krise verdichtet: An allem sei die EU und die Banken schuld, in deren Auftrag die europäischen Funktionäre handelten. Le Pen will Europa zerschlagen, damit Frankreich wieder Herr im eigenen Hause ist. Quelle: REUTERS
"Ich beuge mich nicht dem Diktat unnützer Forderungen aus Brüssel"Die Regierungskoalition in den Niederlanden ist Ende April 2012 zerbrochen, weil sich Geert Wilders - der die europafreundliche Minderheitsregierung von Mark Rutte duldete - nicht länger dem "Spardiktat" und "unnützen Forderungen" aus Brüssel beugen wollte. Wilders Partei verlor daraufhin bei den Parlamentswahlen deutlich an Stimmen. Nun hofft Wilders bei den Europawahlen 2014 punkten zu können. Quelle: REUTERS
„Wir sagen Nein zu allem. Wir sind für den Umsturz“Schuldendesaster und Rezession bewegen immer wieder griechische Politiker zu scharfen Tönen gegenüber der Europäischen Union. Die Regierung von Antonis Samaras ist derzeit zwar stabil, doch keiner weiß, ob bei einer Zuspitzung der Krise die radikalen Kräfte ein Comeback feiern können. Offen europafeindlich geben sich die stalinistischen griechischen Kommunisten (KKE). „Wir sagen Nein zu allem. Wir sind für den Umsturz“, sagte KKE-Generalsekretärin Aleka Papariga (Foto). Quelle: Handelsblatt Online
„Wir sollten erwägen, mit möglichst geringem Schaden die Euro-Zone zu verlassen“Nur knapp bei den letzten Wahlen musste sich Kabarettist Beppe Grillo geschlagen geben. Aufgegeben hat er längst nicht. Er macht lautstarke Opposition. Gegen die Regierung und gegen die Europäische Union. Quelle: AP
"Deutschland und Frankreich zwingen der EU ihre rigorose Sparpolitik auf"Die Schuldenkrise und der Sparkurs waren die Hauptgründe dafür, dass die Spanien im November 2011 die sozialistische Regierung abwählten und der konservativen Partido Popular das beste Ergebnis ihrer Geschichte bescherten. Doch ihr Stimmenanteil ist in Umfragen von 45 Prozent auf inzwischen rund 38 Prozent geschrumpft. Premier Mariano Rajoy (im Bild) bekommt den Unmut der Wähler zu spüren. Vor allem die Arbeitsmarktreform mit der Lockerung des Kündigungsschutzes oder die jüngsten Einsparungen im Gesundheits- und Bildungssystem lassen seine Zustimmungswerte sinken. Quelle: REUTERS

Bei seiner Parteiarbeit stützt sich der französische Front National auf einen Millionenkredit aus Russland. Das bestätigt deren Chefin Marine Le Pen. Bereits im September habe sich ihre Partei neun Millionen Euro bei der in Moskau ansässigen First Czech Russian Bank (FCRB) geliehen. Die Bank gehört einem Oligarchen, der gute Beziehungen zum Kreml-Chef haben soll.

Wie radikal ist der Front National?

Am Wochenende hatte das Internetportal Mediapart enthüllt, dass der Kreditvertrag nach "nach massivem Lobbying führender FN-Politiker" zustande gekommen sei. So habe Marine Le Pen neben Präsident Putin auch den russischen Abgeordneten Alexander Babakow getroffen. Das Brisante: Gegen den Geschäftsmann hat die EU Sanktionen verhängt.

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Die rechtsextreme Partei benötige das Geld für die Organisation eines Parteitages am Wochenende in Lyon sowie für zwei Wahlkämpfe in 2015. Zwei Millionen habe der Front National bereits erhalten. Le Pen monierte unterdessen, dass der Skandal nicht darin liege, dass eine russische Bank das Geld zur Verfügung gestellt habe, sondern das französische Banken der Partei nichts leihen. Auch in anderen Ländern war die Partei - eigenen Aussagen zufolge - wenig erfolgreich, so dass sie dann beim ersten, der angebissen hat, unterschrieben habe. Die Partei verfolge nicht erst seit kurzem eine prorussische Linie.

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