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Gbureks Geld-Geklimper

Angriffe auf die Billionen-Festung

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Die finanzielle Repression geht weiter

So bedrohlich sind die größten Banken der Welt
Klasse 1 – UBS, Santander, Royal Bank of Scotland Quelle: AP
Klasse 1 – Morgan Stanley Quelle: REUTERS
Klasse 1 – Standard Chartered Quelle: REUTERS
Klasse 1 – Unicredit Quelle: dpa
Klasse 2 – Barclays Quelle: dpa
Klasse 2 – Wells Fargo Quelle: REUTERS
Klasse 2 – Industrial and Commercial Bank of China Quelle: REUTERS


Nur drängt sich die Frage auf, womit Draghi noch punkten könnte. Nach seinem Versprechen vom Juli 2012 ist nämlich bis heute so viel Geld internationaler Investoren in den Euro geflossen, dass dieser zunehmend an Stärke gewonnen hat. Eine der Folgen: Die schwachen Euroländer sind immer weniger wettbewerbsfähig geworden. Folglich bedrängen sie Draghi, etwas zu unternehmen, damit der Euro abgewertet wird. Draghis Möglichkeiten sind allerdings begrenzt. Weitere wortreiche Auslassungen dürften viel weniger wirksam sein als die vor knapp zwei Jahren. Jede Art von Radikalkur würde dagegen ein Beben an den Finanzmärkten auslösen. Irgendetwas dazwischen gibt es nicht. Wahrscheinlich wird Draghi es noch einmal mit Worten versuchen.

Lässt man sich das alles durch den Kopf gehen, liegt die Frage nahe, ob die Deutschen noch bei Trost sind, 5,15 Billionen Euro in Anlagen zu halten, die zum größten Teil nur mit viel Glück eine positive Realverzinsung abwerfen, von Steuererhöhungen bedroht sind und Gefahr laufen, abgewertet zu werden. Worin besteht für Anleger die Alternative? Sicher nicht darin, von heute auf morgen alles in Immobilien, Aktien oder Gold umzuschichten. Wohl aber darin, diese Möglichkeiten ins Visier zu nehmen, um bei passender Gelegenheit zu günstigen Preisen zuzugreifen, bei Aktien und Gold mehr als bei Immobilien. Dazu gehört der flexible Umgang mit der Materie Geld in allen erdenklichen Varianten statt des starren Festhaltens von Geldwerten, an denen die Inflation nagt.

Europa



Denken Sie dabei immer wieder an die finanzielle Repression, von der die meisten Anleger auch in den nächsten Jahren betroffen sein werden und vor der Sie sich nur durch eine gewisse Flexibilität schützen können. Ich habe sie in meinem neuen Geldbuch so definiert: „Gesetze, sonstige Vorschriften, Restriktionen, Verbote, direkte und indirekte Eingriffe in den Finanz- und Wirtschaftskreislauf, Steuern und Zinsmanipulationen. Auslöser ist der Staat in enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen Zentralbank.“ Um dieser Flut erfolgreich begegnen zu können, müssen Sie sich intensiv mit Wirtschafts- und speziell Anlagethemen beschäftigen. Ja, Sie müssen, und zwar zum eigenen Vorteil.

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