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Griechenland Athen erhöht Mehrwertsteuer auf sechs Inseln

Griechenland schafft zum 1. Oktober für die ersten sechs Urlaubsinseln den vergünstigten Mehrwertsteuersatz ab. Die Erhöhung auf die landesüblichen Sätze gehört zu den Abmachungen zwischen Regierung und Gläubigern.

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Die größten Pleitestaaten der Welt
Norwegische Insel Quelle: dpa
Reichstag Quelle: dpa
Gracht in Amsterdam Quelle: AP
Akropolis Quelle: AP
Brunnen am österreichischen Parlamentsgebäude Quelle: dpa
Schweizer Flagge Quelle: dpa
Big Ben und Westminster Abbey Quelle: REUTERS

Griechenland erhöht die Mehrwertsteuer-Sätze auf sechs Touristen-Inseln und kommt damit einer zentralen Forderung der internationalen Geldgeber nach. Ab Donnerstag würden auf Santorin, Mykonos, Rhodos, Naxos, Paros und Skiathos landesübliche Sätze von bis zu 23 Prozent gelten, teilte das Finanzministerium in Athen am Montag mit.

Ab Juni des kommenden Jahres würden die Steuervergünstigungen weiterer Inseln gestrichen. Derzeit gilt auf vielen Inseln ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz, was immer wieder von den internationalen Gläubigern kritisiert wurde. Die Erhöhung sei eine Folge der von den internationalen Kreditgebern von Griechenland für das Rettungspaket verlangten Reformen, die inkraft treten, hieß es deshalb. Dasselbe werde eines Tages auch für die anderen griechischen Inseln gelten, für die bislang ein niedriger Mehrwertsteuersatz als auf dem Festland gegolten hätte.

Das sagen Analysten zur Lage Griechenlands

Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sich im Gegenzug zu einem dritten milliardenschweren Hilfspaket zu umfassenden Steuerreformen verpflichtet.

Griechischer Finanzminister sieht Rückkehr auf den Wachstumspfad

Zum Wochenstart hatte sich Griechenlands Finanzminister Euklid Tsakalotos zuversichtlich gezeigt, dass sein schuldengeplagtes Land wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Er sehe keinen Grund, warum dies nicht so sein sollte, sagte der Politiker von der linken Syriza eine Woche nach deren Wiederwahl in einem Interview der "Financial Times".

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Er gehe davon aus, dass die internationalen Geldgeber bis Ende November die von seiner Regierung geplanten Wirtschaftsreformen formal überprüften, fügte er hinzu. Wenn ihre Bewertung positiv ausfalle, könnten die Gespräche zur Rekapitalisierung der Banken bis Weihnachten aufgenommen werden.

Die EU rechnet damit, dass Griechenlands Bankensektor zwischen zehn und 25 Milliarden Euro benötigt. Der exakte Betrag hängt von den Ergebnissen eines Stress-Tests ab. Die Rekapitalisierung der Banken steht oben auf der Prioritätenliste der Regierung. Sie ist wichtig, um der Wirtschaft die dringend benötigte Liquidität zu verschaffen.

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