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Griechenland Die Demonstranten warten auf Merkel

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Auch ein deutscher Politiker marschiert in Athen

Exporte in die Euro-Zone
Öl Quelle: dpa
Nokia Quelle: dpa
BMW-Logo Quelle: dapd
Schirme Quelle: dapd
Louis Gallois und Christine Lagarde betrachten das Modell eines Airbus A350 Quelle: dpa
Obsttheke Quelle: dpa
Brot und Brötchen Quelle: dpa

Schäuble sagte im rbb-Inforadio, zwar wolle man Griechenland beim Aufbau einer leistungsfähigen Verwaltung helfen. Aber irgendwann müsse das Land auf eigenen Beinen stehen. Griechenland dürfe kein Fass ohne Boden sein. Nach Ansicht von Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) geht es bei dem Athen-Besuch der Kanzlerin nicht um Zugeständnisse beim Reformkurs des verschuldeten Euro-Partners. „Der Besuch dient nicht dazu, den Griechen Geschenke mitzubringen“, sagte Kauder vor einer CDU-Präsidiumssitzung.

Auch CSU-Chef Horst Seehofer geht nicht davon aus, dass Merkel unabgesprochen neue Zugeständnisse macht. „Sie wird ganz in unserem Sinne in Griechenland auftreten, das kann ich Ihnen sehr verbindlich sagen“, sagte der bayerische Ministerpräsident in München. Die Frage nach weiteren Zugeständnissen stelle sich jetzt nicht. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) bekräftigte dagegen, dass ein Euro-Austritt Athens nach wie vor eine denkbare Option sei.

Der SPD-Haushaltspolitiker Carsten Schneider warf Merkel vor, viel zu spät zu fahren. „Eine Bundeskanzlerin, gerade in dem Haupt-Krisenherd Griechenland, war das letzte Mal 2007 da. Die Krise ist seit 2009, und nur von Berlin vom Schreibtisch aus Ratschläge zu geben, macht sich schlecht“, sagte er im ARD-„Morgenmagazin“. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast erwartet vom Besuch ein klares Zeichen für die Unterstützung: „Als allererstes wirklich über Solidarität reden und sagen, ja, ich will als Bundeskanzlerin, dass Griechenland in der Eurozone bleibt“, sagte Künast in der ARD.

Linke-Chef Bernd Riexinger wird gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Athen demonstrieren und eine Rede halten. Einen entsprechenden Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ bestätigte ein Parteisprecher am Dienstag. „Merkels Besuch in Athen verschärft die inneren Konflikte Griechenlands“, sagte Riexinger der Zeitung. „Ich werden in Athen unsere Solidarität mit den griechischen Arbeitnehmern und Rentnern versichern, die gegen die existenzbedrohenden Kürzungen ihrer Einkommen auf die Straße gehen.“

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