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Griechenland Geldgeber verärgert über Athens Hinhaltetaktik

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Beschwerden über fehlende Zahlen

Minister anderer Länder und EU-Beamte beschweren sich regelmäßig, dass die Griechen ihnen keine glaubwürdigen Zahlen zu ihrer echten Kassenlage vorlegen könnten. Varoufakis hat in der Vergangenheit in der Eurogruppe – sehr zum Ärger der Anwesenden - Prognosen und Ist-Zustand verwechselt. Reichlich genervt merkte Eurogruppenchef Dijsselbloem vor dem Treffen an, die griechische Kassenlage sei Verantwortung der Griechen.

Um Reformen scheint sich die Regierung von Tsipras weiterhin herummogeln zu wollen. Weitere Tranchen des Hilfgelds werden nur fließen, wenn die griechische Regierung sich zu 20 Reformen verpflichtet.

Diese Akteure entscheiden den Griechenland-Poker
Wolfgang Schäuble Quelle: dpa
Giannis Varoufakis Quelle: dpa
Mario Draghi Quelle: dpa
Christine Lagarde Quelle: dpa
Jean-Claude Juncker Quelle: dpa

Varoufakis hatte vergangene Woche einen Brief mit sieben Reformen an Dijsselbloem geschickt, weshalb Dijsselbloem die Liste als „bei weitem nicht vollständig“ einstuft.

Hilfe gegen Reformen oder einfach Hilfe?

Typisch für die Hinhaltetaktik der Griechen war auch die Zeitplanung: Der Brief kam nicht mehr rechtzeitig an, als dass sich die Beamten damit hätten befassen können, die vergangene Woche das Treffen der Minister vorbereitet haben.

Vor dem Treffen in Brüssel war deutlich sichtbar, dass die Eurogruppe und die griechische Regierung immer noch zwei unterschiedlichen Denkschulen folgen. Die Geldgeber pochen auf die Formel "Hilfe gegen Reformen". Regierungschef Tsipras geht fest davon aus, dass sein Land Mitglied der Eurozone bleiben wird und somit auch ohne Reformen Hilfe fließen wird, um einen Grexit zu vermeiden.

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Dijsselbloem betonte am Montag, dass sichergestellt werden sollte, dass Griechenland in der Eurozone bleibe.

Varoufakis gefällt sich unterdessen in der Rolle des Missverstandenen. „Wenn von einer linksradikalen Regierung Wandel ausgeht, dann überwiegt die Angst, dass dahinter etwas Suspektes stehe“, sagte er am Wochenende.

Der irische Finanzminister Michael Noonan gab am Montag zu verstehen, dass die Verhandlungen mit der Troika in Zukunft beim Vizepremier Yannis Dragasakis gebündelt werden könnten. Der ist ein deutlich leiserer Typ.

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