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Griechenland "Griechenland muss sich selbst helfen"

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Deutsche Banken sind stabil

Welche Banken die Gehälter kürzen
Eingang der Credit Suisse Quelle: Reuters
Schriftzug Citigroup Quelle: dpa
Barclays-Gebäude Quelle: dpa
Morgan StanleyBei Morgan Stanley müssen wieder die Investmentbanker dran glauben: Auch bei der US-Bank gibt es für leitende Angestellte 20 bis 30 Prozent weniger. Die neue Obergrenze für Boni in Bar liegt bei 125.000 Dollar. Dafür werden später ausgezahlte Vergütungen auf einen Anteil von durchschnittlich 75 Prozent erhöht. Quelle: Reuters
Goldman Sachs Group Inc.Goldman Sachs schert alle Mitarbeiter über einen Kamm: Die 33.300 Angestellten müssen auf 26 Prozent ihrer Bezüge verzichten. An den Festgehältern ändert sich allerdings nichts. Quelle: Reuters
Bank of America Corp.Auch die Bank of America geht mit der Sense durch ihre Gehaltslisten: In einigen Fällen friert die Bank Gehälter ein, Investmentbanker müssen 25 prozentige Kürzungen hinnehmen. Barboni werden auf 150.000 Dollar begrenzt. Immer noch ziemlich lukrativ. Quelle: dapd
Deutsche Bank AGBei seinem letzten großen Auftritt verkündete der scheidende Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann nicht nur eine miese Bilanz, sondern auch Einsparungen: Das Budget für Boni werde um ein Sechstel zusammengestrichen. In der Konsequenz senkt die Deutsche Bank die Gesamtvergütung und Leistungen im Corporate- und Investmentbanking um 15 Prozent. Quelle: Reuters

In Deutschland ist das nationale Gesetz bereits gescheitert. Statt es anzuwenden, hat die Regierung lieber den Rettungsfonds Soffin reaktiviert.

Einspruch: Das Restrukturierungsgesetz ist alles andere als gescheitert. Und der Soffin ist eine Sicherheit für vorübergehende Engpässe. Seine Wiedereinführung heißt nicht, dass die nächste Bankenkrise bevorsteht.

Eine der Lehren der Krise war auch, dass die Regulierung zu lasch ist.

Die wichtigste Erkenntnis war, dass das systemische Risiko größer ist als die Summe der Einzelrisiken. Um das umfassend in den Griff zu bekommen, brauchen wir eine sogenannte makroprudenzielle Überwachung, auch in Deutschland. Die Bundesbank würde es begrüßen, wenn sie die hierfür erforderlichen Kompetenzen erhielte. Noch in diesem Jahr wird eine Gesetzesvorlage des Finanzministeriums erwartet.

Wie stabil sind die deutschen Banken?

Das deutsche Bankensystem ist im Vergleich zu 2008 deutlich stabiler. Die Institute haben von der guten Konjunktur profitiert, die Risiken in ihren Bilanzen reduziert, ihr Kapital erhöht – und dessen Qualität verbessert.

Anders die Deutsche Bundesbank. Ihre Risiken aus dem Zahlungssystem Target 2 steigen stetig. Sie belasten die Bilanz mit fast einer halben Billion Euro. Ist die Bundesbank demnächst pleite?

Nein. Die hohen Forderungen der Bundesbank zeigen aber, dass die Finanzkrise noch nicht überwunden ist. Über das europäische Zahlungssystem ist in den vergangenen Jahren viel mehr Geld an deutsche Banken geflossen als in die umgekehrte Richtung. In der Folge haben sich die hohen Salden ergeben.

Europa



Was tun Sie, um dieses Problem zu lösen?

Die Targetsalden sind nicht die Ursache des Problems, sondern ein Symptom der Risiken, die die Geldpolitik im Rahmen der Krisenbekämpfung auf sich genommen hat. Sie sind Spiegel der Schwierigkeiten der Bankensektoren einiger Euro-Länder sowie der Verwerfungen am Interbankenmarkt. Da die Banken in den europäischen Peripherieländern nur noch schwer Zugang zum Geldmarkt finden, sind sie auf die Liquiditätsversorgung der Notenbanken angewiesen. Die damit verbundenen Risiken in unserer Bilanz werden sich dann wieder abbauen, wenn das Vertrauen der Banken untereinander wieder hergestellt ist.

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