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Griechenland Das falsche Spiel des IWF

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Dijsselbloem lässt Erleichterungen für Griechenland durchrechnen

Die Europäer haben nämlich die Konditionen ihrer Kredite für Griechenland bereits zwei Mal gesenkt. In den ersten zehn Jahren werden nicht einmal Zinsen für europäische Kredite fällig, ihre Laufzeit wurde zudem auf mindestens 30 Jahre erhöht. Für Verbindlichkeiten aus dem zweiten Hilfspaket zahlt Griechenland aktuell lediglich 1,35 Prozent Zinsen.

Zum Vergleich: Der IWF kassiert von Athen 3,6 Prozent Zinsen. Ohnehin kann der Währungsfonds leicht Konzessionen bei anderen einfordern, seine Kredite müssen qua eigener Satzung immer voll und ganz bedient werden.

Trotz solcher Widersprüche könnte Lagarde im Machtpoker gewinnen. Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, lässt schon Erleichterungen für Griechenland durchrechnen.

"Drittes Programm ist mehr als großzügig"
Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Quelle: dpa
Donald Tusk Quelle: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel Quelle: dpa
Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel Quelle: dpa
Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras Quelle: dpa
Frankreichs Präsident François Hollande Quelle: REUTERS
Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Quelle: dpa

Der genaue Zeitpunkt dafür ist allerdings heikel, denn die Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich bei ihrem jüngsten Krisengipfel darauf geeinigt, den Griechen frühestens nach der ersten erfolgreichen Überprüfung des dritten Programms entgegenzukommen.

Alleine die Verhandlungen über das geplante Hilfspaket, die auf Seiten des IWF nun von der neuen Verhandlungsleiterin Delia Velculescu begleitet werden, könnten aber bis zu acht Wochen dauern, heißt es in Brüssel.

Europa



Vor allem aber wollen die Gläubiger dem griechischen Premier Tsipras die Erleichterungen nicht ohne Gegenleistung gewähren – allen voran Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der weiter mit einem Grexit liebäugelt, weil dies die einzige Drohung sei, die Athen und kompromissbereitere Staaten wie Frankreich verstünden.

Europäische Ökonomen halten die Debatte über die Schuldenerleichterungen für verfehlt. „Richtige Politik ist wichtiger als der nominale Schuldenstand“, argumentiert Holger Schmieding von der Privatbank Berenberg. Seine Rechnung: Die Regierung Tsipras habe allein durch ihren katastrophalen politischen Kurs binnen sechs Monaten den griechischen Schuldenstand um sage und schreibe 35 Prozentpunkte nach oben getrieben.

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