Griechenland-Drama Kaum Hoffnung vor Euro-Finanzministertreffen

Vor dem möglichen Luxemburger Schicksalstreffen sind die Fronten im griechischen Schuldenstreit verhärtet. Hoffnung auf einen Kompromiss versprüht hingegen die US-Regierung.

Kaum Hoffnung vor Euro-Finanzministertreffen Quelle: dpa

Ins womöglich entscheidende Euro-Finanzministertreffen im griechischen Schuldendrama gehen die Verhandlungspartner mit wenig Optimismus. Auf die Frage, ob bei der Sitzung an diesem Donnerstag eine Lösung erzielt werden könne, antwortete Griechenlands Ressortchef Gianis Varoufakis in Paris: „Ich glaube nicht.“ Ähnlich äußerte sich auch Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem. Eine Chance auf einen Durchbruch sahen jedoch die USA. Schließlich sei eine Lösung „ganz klar im Interesse aller, die am Verhandlungstisch sitzen“, sagte Regierungssprecher Josh Earnest in Washington.

Bis zum 30. Juni muss Griechenland Schulden von 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen. Schafft es das nicht, könnte es in den Staatsbankrott schlittern. Diese Summe kann die Regierung aber nur durch die Auszahlung der letzten Tranche aus dem Hilfspaket stemmen. Und an diese sind allerdings Bedingungen der Geldgeber aus IWF, Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank geknüpft. Ein Scheitern der Gespräche könnte letztlich zum Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone führen.

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