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Griechenland "Grexit"-Gefahr trotz Einigung im Schuldenstreit groß

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"Ein deutliches Signal"

+++15.11 Uhr+++

Die griechischen Banken bleiben zwei weitere Tage geschlossen, wie aus Finanzkreisen verlautet. Nach dieser erneuten Verlängerung soll die Lage am Mittwoch geprüft werden, hieß es von Insidern. Die Banken sind bereits seit rund zwei Wochen dicht.

+++14.45 Uhr+++

Der CDU-Wirtschaftsrat hegt große Zweifel an der Reformfähigkeit Griechenlands. "Ernsthafte Reformen und Griechenland - dieses Begriffspaar passt seit mehr als fünf Jahren nicht zusammen", sagt Generalsekretär Wolfgang Steiger. "Es ist daher vollkommen richtig, von Griechenland vor der Aufnahme von Verhandlungen für ein neues Hilfspaket weitreichende Vorleistungen einzufordern." Kurzfristige Hilfsgelder müssten "ausschließlich auf die humanitäre Hilfe begrenzt sein". Der Rat gilt als Sprachrohr des Wirtschaftsflügels der Union.

+++14.30 Uhr+++

Die EZB hält den Druck aufrecht: Die Höchstgrenze für Ela-Notkredite sei nicht verändert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf eine mit der Sache vertraute Person. Damit liegen die Hilfen, die von der griechischen Zentralbank gewährt werden und vom EZB-Rat genehmigt werden müssen, weiter bei knapp 90 Milliarden Euro. Seit dem griechischen Referendum über zusätzliche Sparmaßnahmen wurden sie nicht mehr angehoben.

Das sagen Analysten zur Lage Griechenlands

+++13.45 Uhr+++

Der Bundesverband der Deutschen Industrie spricht von einem sehr großen Vertrauensvorschuss an die Griechen. Die Geduld der europäischen Nationen sei aufs Äußerte strapaziert. Nun erwarte Europa "ein deutliches Signal für den überfälligen Aufbruch der griechischen Politik", erklärt Hauptgeschäftsführer Markus Kerber.

+++ 13.40 Uhr +++

Der Bundestag wird womöglich am Freitagvormittag zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um grünes Licht für die Verhandlungen mit Griechenland zu geben. Dies sei vorstellbar, erklärt Parlamentspräsident Norbert Lammert. Tags zuvor könnten die Fraktionen tagen. In Parlamentskreisen heißt es, der Termin werde zwischen den Fraktionen noch abgestimmt.

+++13.25 Uhr+++

Schäubles Vorstoß für einen Grexit auf Zeit war nicht mit dem Wirtschaftsministerium abgestimmt. Dies erklärt eine Sprecherin von Wirtschaftsminister Gabriel. Nach Angaben von Regierungssprecher Seibert kannte und teilte Bundeskanzlerin Merkel jedoch Schäubles Vorstoß.

+++13.01 Uhr+++

Sigmar Gabriel wertet die Vereinbarung der Euro-Zone zu Griechenland als "gutes Ergebnis" und rechnet mit einer Zustimmung des Bundestages. Er gehe davon aus, dass die griechische Regierung und da, wo es nötig sei, auch die Parlamente anderer Euro-Länder dem Verhandlungsergebnis zustimmen werden.

+++12.45 Uhr+++

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat diesen Freitag als Termin für eine Sondersitzung des Parlaments über ein neues Rettungspaket für Griechenland ins Spiel gebracht. Er könne sich vorstellen, dass nach Zustimmung des griechischen Parlaments der Bundestag am Freitagmorgen zu einer Sitzung zusammenkomme.

Schäuble als Totengräber der EU
Le Monde über Schäuble Quelle: Screenshot
Schäuble-Vergleich mit dem IS Quelle: Screenshot
Schäuble-Karikatur Quelle: Screenshot
Kritik an Deutschland karikatur Quelle: Screenshot
Heftige Häme im Netz Quelle: Screenshot
Google wird Schäuble Quelle: Screenshot
Durch den Fleischwolf gedreht Quelle: Screenshot


+++12.20 Uhr+++

Europa hat mit der Griechenland-Einigung nach Ansicht von Außenminister Frank-Walter Steinmeier seine historisch gewachsene Kompromissfähigkeit bewiesen: „Die Fähigkeit zum friedlichen Interessenausgleich und politischen Kompromiss, auch wenn dafür ganze Nächte hindurch miteinander gerungen werden muss, und das im engen deutsch-französischen Schulterschluss.“


+++12.10 Uhr+++

Die Einigung im griechischen Schuldendrama sorgt für eine gelöste Stimmung am deutschen Aktienmarkt: Die Euphorie am Markt halte sich jedoch in Grenzen, kommentierte Marktstratege Andreas Paciorek von CMC Markets. Er verwies auf weitere Hürden.


+++11.54 Uhr+++

Bundestag wird voraussichtlich noch diese Woche zu einer Sondersitzung über ein neues Rettungspaket für Griechenland zusammenkommen: Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Termin in den kommenden Tagen sei sehr hoch, hieß es am Montag in Unionskreisen in Berlin. Die Sitzung werde wohl am Donnerstag stattfinden.

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