WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Griechenland "Grexit"-Gefahr trotz Einigung im Schuldenstreit groß

Seite 3/5

Griechenland bleibt in der Euro-Zone

+++11.41 Uhr+++

CSU-Bundestagsabgeordneten haben ihre für Dienstag und Mittwoch geplante Klausur im bayerischen Kloster Banz abgesagt. Die Landesgruppe begründete dies mit der aktuellen Entwicklung und der voraussichtlichen Sondersitzung des Bundestags in den nächsten Tagen.


+++11.20 Uhr+++

"Es wäre verfrüht, die Einigung als einen Erfolg anzusehen", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher. "Es ist lediglich ein erster Schritt, die wirtschaftliche Abwärtsspirale Griechenlands aufzuhalten." Ökonomen von Banken sehen das ähnlich. "Die Kuh ist nicht vom Eis, aber das Eis ist dicker geworden", sagte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding. "Es wird nicht leicht sein, diese Einigung umzusetzen - insbesondere für die griechische Seite."

+++11.05 Uhr+++

Trotz des Durchbruchs beim Euro-Sondergipfel will sich Finnland nicht auf ein Ja zu neuen Verhandlungen über weitere Griechenland-Hilfen festlegen. „Die Vorschläge des Gipfels für das griechische Parlament sind ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Ministerpräsident Juha Sipilä dem finnischen Rundfunk am Montag. „Die finnische Regierung wird sie sehr genau verfolgen und entscheiden, ob sie eine ausreichende Grundlage bilden, Verhandlungen mit Griechenland einzuleiten.“

Spanien

+++10.21 Uhr+++

Der finnische Ministerpräsident Alexander Stubb kündigt eine sorgfältige Prüfung an, ob die griechischen Vorschläge für Verhandlungen über Hilfen aus dem ESM-Rettungsfonds ausreichen.

+++10.11 Uhr+++

Tsipras hat nach eigenen Worten auf dem Gipfel der Eurogruppe das Beste erreicht, was für sein Land möglich gewesen sei. „Wir haben einen gerechten Kampf geführt“, sagte der Regierungschef nach dem Treffen in Brüssel.

+++10.00 Uhr+++

Die griechischen Schulden sollen nach den Worten des französischen Präsidenten Francois Hollande umstrukturiert werden, indem die Fälligkeiten verlängert werden.

+++09.55 Uhr+++

In den Verhandlungen sei es nach den Worten des griechischen Ministerpräsidenten Tsipras gelungen, eine mittelfristige Finanzierung sicherzustellen und eine Umstrukturierung der Schulden zu erreichen. Die Entscheidungen ermöglichten auch Investitionen, die Rezessionstrends entgegenwirken könnten.

+++09.52 Uhr+++

Frankreichs Präsident François Hollande geht davon aus, dass Griechenland nach der Einigung auf ein weiteres Rettungspaket in der Eurozone bleiben kann. Das griechische Parlament solle binnen Stunden zusammenkommen, um neue Reformen zu verabschieden, sagte er. Wenn die Eurozone Griechenland als Mitglied verloren hätte, hätte sie „das Herz unserer Zivilisation“ verloren.

Wie stehen Griechenland, Spanien und Co. da?
Bruttoinlandsprodukt, BIP, Griechenland, niedrigsten Stand, Spanien, Irland, Portugal, Wirtschaftskraft, Level
Die Lohnstückkosten sind in Griechenland, Irland und Spanien vergleichbar hoch. Für Griechenland senkt das die Wettbewerbsfähigkeit im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung deutlich herab.
Griechenland, Spanien Arbeitslosigkeit, jeder vierte Erwerbsfähige ohne Arbeit, Portugal, Irland Krise, Anstieg, Eindämmung
Alle vier Länder haben den Abbau der Staatsausgaben verbessert. Besonders Griechenland war hier auf einem guten Weg, bis im Januar Syriza an die Macht kam.
Mit dem Abbau der Staatsverschuldung haben alle vier Länder noch ein Problem und sind noch weit entfernt von einem akzeptablen Stand. Am besten schlagen sich hier Spanien und Irland.
Krisenfolgen, Auflagen, Wende, Irland, Spanien, Portugal, Konjunktur, Reformen, Griechenland, Krise

+++09.43 Uhr+++

"Es gab schwierige Entscheidungen zu treffen: Wir haben die Verantwortung auf uns genommen, um zu vermeiden, dass die extremsten Folgen wahr werden. Wir haben vermeiden können, dass die öffentlichen Vermögenswerte ins Ausland übertragen werden. Wir haben einen Plan vermeiden können, in dem Griechenland finanziell abgeschlagen wird", sagte Alexis Tsipras. "Wir hinterlassen ein Erbe für den Wandel in ganz Europa und Griechenland findet wieder zu Wachstum zurück. Und wir bekommen unsere verlorene nationale Souveränität zurück." Man wissen, dass es eine Einigung ist, die in der Umsetzung schwierig sein wird. Mit Maßnahmen, die auch zur Rezession führen werden, aber wir haben die Hoffnung, dass die Maßnahmen das Gefühl verleihen, die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

+++09.41 Uhr+++

Nach dem Krisengipfel zu Griechenland sieht EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker weder Gewinner noch Verlierer. „Es ist ein Kompromiss“, sagte Juncker. „Da es ein Kompromiss ist, gibt es weder Gewinner noch Verlierer. Ich denke nicht, dass das griechische Volk gedemütigt wurde, und ich denke nicht, dass die anderen Europäer ihr Gesicht verloren haben.“

+++09.35 Uhr+++

Kanzlerin Angela Merkel hat betont, dass ein Schuldenschnitt - ein sogenannter „Haircut“ - für Griechenland nicht in Frage kommt. Mit Blick auf die Schuldentragfähigkeit des Landes sagte sie: Die Eurogruppe sei bereit, wenn nötig über längere Laufzeiten der Schulden Athens zu reden. Dafür gelte aber als Bedingung, dass es zunächst eine erste erfolgreiche Bewertung des neuen griechischen Reformprogramms geben müsse.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%