Griechenland-Hilfsprogramm Athener Notenbank fordert Klarheit

Griechenland EU Quelle: dpa

Das dritte Griechenland-Rettungsprogramm läuft im August 2018 aus. Die Athener Notenbank fordert eine rasche Weichenstellung für die Zukunft. Noch ist nicht klar, ob Griechenland weiter Hilfe von außen benötigen wird.

Trotz verbesserter Wachstumsperspektiven muss Griechenland laut der Athener Zentralbank für die Zeit nach dem im Sommer 2018 auslaufenden Rettungsprogramm rasch Vorsorge treffen. Die Regierung und die internationalen Geldgeber sollten für Klarheit sorgen, ob es im Anschluss vorsorgliche Unterstützungsmaßnahmen geben werde, forderte die Notenbank am Donnerstag. Das Ägäis-Land hängt seit 2010 finanziell am Tropf internationaler Geldgeber. Das dritte Hilfspaket im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August 2018 aus. Manche Experten erwarten, dass das hoch verschuldete Land auch danach auf Hilfe von außen angewiesen sein dürfte - etwa in Form einer vorsorglich bereitgestellten Kreditlinie des Euro-Rettungsfonds ESM.

Die Notenbank erwartet zwar, dass sich das Wirtschaftswachstum von voraussichtlich 1,6 Prozent im laufenden Jahr auf 2,4 Prozent beziehungsweise 2,5 Prozent in den nächsten Jahren erhöhen wird. Allerdings lauerten weiter Risiken für die Wirtschaft: Dazu zähle insbesondere der Berg an faulen Krediten in den Bilanzen der Banken.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die griechischen Institute im Frühjahr 2015 von der regulären Geldversorgung abgeschnitten, weshalb sie viele Monate zur Liquiditätsversorgung fast ausschließlich auf Notkredite ihrer Athener Notenbank angewiesen waren. Seit Juni 2016 sind die Banken des Ägäis-Staates aber wieder an die deutlich günstigere Geldversorgung über die EZB angeschlossen.

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