WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Griechenland-Krise Griechenland braucht mindestens 82 Milliarden Euro

Beim zweiten Treffen der Euro-Finanzminister gab es keine Entscheidung zum neuen Hilfsprogramm für Griechenland. Die liegt nun bei den Eurogruppen-Chefs. Das Paket würde zudem teurer, als bislang gedacht.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
"Der Euro ist stabil, der Euro ist stark"
Stärker als gedacht"Scheitert der Euro, scheitert Europa" ist einer der Sätze von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vielen in Erinnerung bleiben. Mittlerweile wurde er ein wenig umgedeutet, an Griechenland dürfe der Euro nicht scheitern, hieß es kürzlich. Bisher sieht es danach auch aus, die Gemeinschaftswährung hält sich trotz des eskalierenden Griechenland-Dramas überraschend stabil. Auf Wochensicht verläuft die Entwicklung des Euro zum Dollar seitwärts, die Verluste vom Handelsbeginn am Montag hat die Gemeinschaftswährung wieder ausgeglichen. "Während sich die Lage in Griechenland zuspitzt, zeigt sich der Devisenmarkt weiterhin gelassen", schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Aus Sicht der Analysten liegt das vor allem an der Europäischen Zentralbank (EZB). "Die Lorbeeren gehören der EZB, die mit ihrem Versprechen, dass sie all ihre Instrumente nutzen würde, um Ansteckungseffekte einzudämmen, Spekulationen binnen kurzer Zeit den Garaus gemacht hat." Quelle: REUTERS
Retter in der NotOffenbar gibt es einige, deren Vertrauen in den Euro vor allem auf dem Engagement der Zentralbank fußt. Alle glauben das aber nicht: "Die Wette gegen den Euro war gefährlich und verlustreich”, sagt Ray Attrill, Chef-Devisenstratege der National Australia Bank in Sydney. „Es gibt genug Leute, die daran glauben, dass ein Austritt Griechenlands keine signifikanten Ansteckungseffekte haben wird und dass die EZB und die EU-Politiker alles tun werden, um den Euro zu stützen. Ich gehöre nicht dazu“. Quelle: dpa
Positive oder negative Folgen?Die Folgen eines Austritts des Landes aus dem Euro („Grexit“) würden am Devisenmarkt sehr unterschiedlich bewertet, begründet Lutz Karpowitz von der Commerzbank die geringe Reaktion der Märkte auf Griechenland-Meldungen. So sei die Gruppe derjenigen, die einen Austritt als positiv für den Euro bewerte, etwa gleich groß wie die Gruppe, die ihn negativ sehe. „Nach einem Grexit dürfte allerdings schnell klar werden, dass Ansteckungseffekte ausbleiben“, erwartet Karpowitz. Anfängliche Verluste würde der Euro zügig wieder gutmachen. Quelle: dpa
Ansteckungseffekte ja oder nein?Eine mittel- bis langfristige Gefahr für den Euro könnte von möglichen Ansteckungseffekten anderer Euro-Länder wie Spanien oder Portugal ausgehen. Österreichs Finanzminister rechnet nicht damit: "Der Euro ist stabil, der Euro ist stark", sagte Hans Jörg Schelling am Dienstag in Wien. Er erwarte durch den ungelösten Schuldenstreit mit Griechenland keine Finanzkrise. Selbst wenn sich die Griechen bei dem geplanten Referendum gegen die Vorschläge der internationalen Geldgeber aussprechen sollten, erwarte er keine "Ansteckungseffekte" für die Euro-Zone. Quelle: REUTERS
Untergang abgesagt?Insgesamt hält die Mehrheit der Analysten die Gefahr für den Euro für deutlich geringer als vor einigen Monaten. "Ein "Grexit" wird nicht mehr mit dem Ende des Euro verknüpft", sagt Claudia Windt, Analystin der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Insgesamt habe die Untergangsrhetorik deutlich abgenommen. Quelle: dpa
VertrauensproblemEin Grexit könnte weniger ein Ansteckungs-, als ein Vertrauensproblem für den Euro werden. "Ein Austritt Griechenlands dürfte den Euro merklich schwächen", sagt Bernd Krampen, Analyst bei der NordLB. Davon würde zwar die heimische Exportwirtschaft profitieren, gesamtwirtschaftlich wäre der Vertrauensverlust allerdings problematisch. Quelle: REUTERS
Grexit oder Graccident Quelle: Marcel Stahn

Ein schwerer Streit in der Eurogruppe über die Rettung des vor der Staatspleite stehenden Krisenlandes Griechenland hat am Samstag eine Einigung verhindert. Die Euro-Finanzminister haben rund neun Stunden gestritten. Für Kontroversen sorgte unter anderem ein von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) als Option eingebrachter Vorschlag einer mindestens fünfjährigen „Auszeit“ Griechenlands aus der Eurozone.

+++ 19.58 Uhr +++

US-Finanzminister Jack Lew sagt, er sei ermutigt von Berichten über Fortschritte bei den Hellas-Gesprächen. Alle Seiten müssten sich flexibel zeigen.

+++ 19.23 Uhr +++

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Nach den Grünen hat auch die Linkspartei die Diskussion über einen möglichen zeitweisen Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone scharf kritisiert. Linkspartei-Chef Bernd Riexinger sagt: "Ich bin entsetzt und fassungslos über das Verhalten von Bundesfinanzminister Schäuble. Er entwickelt sich gerade zum Totengräber der Eurozone und Frau Merkel schweigt dazu."

    An Griechenland hängt mehr als nur der Euro

    ++ 19.16 Uhr +++

    Der Euro-Krisengipfel zur Rettung Griechenlands vor der Staatspleite ist am Sonntagabend unterbrochen worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef François Hollande und EU-Ratspräsident Donald Tusk zogen sich mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras sowie seinem Finanzminister Euklid Tsakalotos zu einem Gespräch im kleinen Kreis zurück, so ein Sprecher von Tusk in Brüssel über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit.

    ++ 19.14 Uhr +++

    Die griechische Regierung hat bei ihren Verhandlungen mit den europäischen Geldgebern offenbar eine Reihe von Forderungen erfüllt, die sie zuvor kategorisch abgelehnt hatte. Die ersten dieser Maßnahmen sollen bereits bis Mittwoch in Gesetze gegossen werden, wie aus einer Liste von Verhandlungspunkten hervorgeht, die von den Euro-Finanzministern am Sonntag an ihre Chefs weitergegeben wurde. Unter anderem steht in dem vierseitigen Entwurf, der der Nachrichtenagentur AP vorlag, dass Griechenland der Einrichtung eines eigenen Büros für die Geldgeberinstitutionen in Athen zugestimmt habe. Ob diese Maßnahme so weit gehen soll, wie die unter vielen Griechen verhasste Kontrolle durch die Troika nach dem ersten Rettungspaket, blieb aber unklar. Dem Dokument zufolge willigte die Regierung unter anderem in „ehrgeizige“ Renten- und Marktreformen ein und will ihr Privatisierungsprogramm „signifikant“ ausbauen.

    ++ 18.34 Uhr +++

    Der Finanzbedarf Griechenlands in einem dritten Hilfsprogramm ist laut einem Dokument der Eurogruppe höher als bisher angenommen. Er liege zwischen 82 und 86 Milliarden Euro, heißt es in einem Reuters vorliegenden Papier, das laut Vertretern der Euro-Zone den Staats- und Regierungschefs der Währungsunion am Sonntag zur Beratung vorgelegt wurde. In einer früheren Version waren 74 Milliarden Euro genannt worden.

    +++ 18.20 Uhr +++

    Hochrangiges Treffen am Rande des Gipfels: Nach griechischen Angaben werden Regierungschef Alexis Tsipras, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Francois Hollande und EU-Ratspräsident Donald Tusk zu einem Gespräch zusammenkommen.

    Schelling: Grexit "aktuell" vom Tisch

    +++ 16.45 Uhr +++

    Die Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm werden Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling zufolge aufgenommen, wenn das griechische Parlament ab Montag Reformen verabschiedet. Erst danach erhielten die Institutionen ein Verhandlungsmandat, sagt Schelling. Auf die Frage, ob ein "Grexit" vom Tisch sei, antwortet er: "Aktuell ist er vom Tisch."

    +++ 16.30 Uhr +++

    Die Euro-Finanzminister überlassen ihren Staats- und Regierungschefs die zentralen Beschlüsse zur Lösung der Griechenland-Krise. „Eine Reihe von wichtigen Fragen ist noch offen“, sagt Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Sonntag in Brüssel nach zweitägigen Krisenberatungen der Euro-Finanzminister. Die Staats- und Regierungschefs sollten nun informiert werden, so Dijsselbloem. Nach den Worten des finnischen Ministers Alexander Stubb lautet eine Forderung der Chef-Kassenhüter, dass Reformgesetze in Athen bis zum 15. Juli umgesetzt werden.

    Top-Jobs des Tages

    Jetzt die besten Jobs finden und
    per E-Mail benachrichtigt werden.

    Standort erkennen

      +++ 15.24 Uhr +++

      Frankreich will nach den Worten von Präsident Francois Hollande alles dafür tun, um am Sonntag eine Einigung im griechischen Schuldenstreit zu erreichen. "Es gibt keinen vorübergehenden Grexit: Entweder, es gibt einen Grexit oder es gibt keinen Grexit", so der französische Regierungschef. Sollte Griechenland aus der Euro-Zone ausscheiden, sei Europa auf dem Rückzug statt sich weiterzuentwickeln. Eine solche Situation wolle er nicht erleben. Frankreich werde alles tun, um im Laufe des Abends eine Einigung zu finden, die Griechenland - sofern es die Forderungen erfülle - einen Verbleib in der Euro-Zone und Europa weiteren Fortschritt ermögliche.

      +++ 15.18 Uhr +++

      Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet "extrem schwierige" Verhandlungen der 19 Euro-Regierungsschefs über die Frage, ob Verhandlungen über ein drittes Griechenland-Hilfspaket aufgenommen werden sollen. Eine Einigung um jeden Preis werde es nicht geben.

      +++ 15.15 Uhr +++

      Der slowenische Ministerpräsident Miro Cerar hat sich dafür ausgesprochen, Griechenland im Euro zu halten. Er fordert von den 19 Chefs der Euro-Länder Geduld, um noch eine Lösung zu finden.

      +++ 15.05 Uhr +++

      Die Euro-Zone kann sich am Sonntag nach Ansicht des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras auf den Beginn von Verhandlungen über ein neues Hilfspaket einigen. "Wir können heute einen Kompromiss erzielen, wenn alle Parteien dies wollen", sagt Tsipras.

      Entscheidung oder keine Entscheidung?

      +++ 15.00 Uhr +++

      Der finnische Ministerpräsident Juha Sipila fordert von Griechenland weitere Reformen. "Es ist klar, dass die Basis noch zu wackelig ist, um voranzugehen", sagt Sipila in einem Hörfunkinterview. "Die Entscheidung zu Griechenland wird nicht heute fallen."

      +++ 14.34 Uhr +++

      SPD-Chef Sigmar Gabriel erteilt Spekulationen über ein Ausscheiden Griechenlands aus der Währungszone eine Absage. "Wir wollen alles dafür tun, das ist auch die Auffassung der Bundesregierung, dass Griechenland im Euro bleibt", sagt Gabriel.

      Top-Jobs des Tages

      Jetzt die besten Jobs finden und
      per E-Mail benachrichtigt werden.

      Standort erkennen

        +++ 14.20 Uhr +++

        Europaweit hält die Kritik an dem Vorschlag des Bundesfinanzministeriums an, dass Griechenland als Alternative zu verbindlichen Reformen notfalls einen fünfjährigen Ausstieg aus dem Euro erwägen sollte. "Schäubles Positionen sind unverantwortlich und können ins Desaster führen", sagte Gianni Pittella, Vorsitzender der Fraktion der Sozialisten und Sozialdemokraten (SPE) im Europäischen Parlament.

        +++ 14.04 Uhr +++

        Der Finanzbedarf Griechenlands bis Ende August liegt bei 19 Milliarden Euro. Das geht aus einem Dokument der Eurogruppe hervor, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. In dem Entwurf werden von der griechischen Regierung zudem eine Reihe weiterer Reformmaßnahmen gefordert. Als Voraussetzung für die Aufnahme von Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm soll demnach das griechische Parlament bis Mittwoch ein erstes Maßnahmenpaket verabschieden.

        +++ 13.05 Uhr +++

        Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone sind nach Einschätzung von Diplomaten entschlossen, beim Krisengipfel in Brüssel eine Entscheidung zu Griechenland zu fällen. „Das ist ein entscheidender Augenblick in der europäischen Geschichte“, sagt einer von ihnen, der ungenannt bleiben wollte. Dank der kurzfristigen Absage des Gipfels mit allen 28 EU-Staaten bleibe den „Chefs“ der 19 Euroländer mehr Zeit für Beratungen. Es sei nur ein Konsens-Entscheid möglich - das heißt im Gegenschluss, dass ein Staat einen Beschluss verhindern könnte. Falls sich die „Chefs“ gegen die Verhandlungen mit Griechenland aussprechen sollten, drohen die Staatspleite und der Austritt aus dem Eurogebiet.

        +++ 12.38 Uhr +++

        Nach Angaben des finnischen Finanzministers Alexander Stubb berät die Eurogruppe über zehn bis 15 strikte Konditionen, die das griechische Parlament als Gegenleistung für ein neues Hilfsprogramm erfüllen muss. "Wir verhandeln über die Gesetze, die Griechenland sofort umsetzen muss. Diese Gesetze schaffen Vertrauen."

        Griechenland muss mehr tun

        +++ 12.20 Uhr +++

        Der Vorschlag eines vorübergehenden Euro-Abschieds stößt bei Ökonomen auf Bedenken. "Die Spannungen zwischen Griechenland und Resteuropa dürften zunehmen, wenn Griechenland wie ein Schuljunge vor die Tür geschickt wird - auf dass es Besserung zeige", sagt Deutsche-Bank-Experte Nicolas Heinen. "Grexit auf Zeit ist Grexit", betont Berenberg-Bank-Chefvolkswirt Holger Schmieding.

        +++ 11.20 Uhr +++

        Nach den Worten von EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici sind sich die Gläubiger-Institutionen einig, dass es eine Basis für Verhandlungen gibt. Griechenland müsse aber mehr tun, sagt Moscovici.

        Top-Jobs des Tages

        Jetzt die besten Jobs finden und
        per E-Mail benachrichtigt werden.

        Standort erkennen

          +++ 11.04 Uhr +++

          Der slowakische Finanzminister Peter Kazimir rechnet nicht mit einer Einigung am Sonntag. „Es ist nicht möglich, heute eine Einigung zu finden“, so Kazimir. Er pocht auf Reformen der griechischen Regierung.

          +++ 10.58 Uhr +++

          Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi will Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge drängen, eine Einigung mit Griechenland in der Schuldenkrise zu akzeptieren. "Jetzt muss der gesunde Menschenverstand zum Zuge kommen und ein Abkommen geschlossen werden", zitierte die Tageszeitung "Il Messagero" Renzi am Sonntag. "Italien will keinen Austritt Griechenlands aus dem Euro, und zu Deutschland sage ich: genug ist genug." Nachdem der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras Vorschläge entsprechend den europäischen Forderungen vorgelegt habe, müssten die restlichen Euro-Staaten einer Einigung zustimmen.

          "Einen europäischen Partner zu demütigen, obwohl Griechenland fast alles aufgegeben hat, ist unvorstellbar", zitierte die Zeitung Renzi weiter. Vom Sprecher des Regierungschefs war zunächst keine Bestätigung für die Zitate zu erhalten.

          +++ 10.42 Uhr +++

          Die Absage des EU-Sondergipfels aller 28 Staats -und Regierungschefs am Sonntagabend ist nach Angaben eines EU-Diplomaten auf zähe Griechenland-Verhandlungen in der Eurogruppe zurückzuführen. „Wir brauchen so viel Zeit wie möglich, um die Gespräche in der Eurozone abzuschließen“, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag in Brüssel.

          +++ 10.36 Uhr +++

          Italiens Finanzminister Pietro Carlo Padoan sagt, das größte Hindernis für eine Vereinbarung zu Griechenland ist der Mangel an Vertrauen. Er plädiert dafür, dass das griechische Parlament gleich ab Montag Maßnahmen beschließt.

          +++ 10.15 Uhr +++

          Zyperns Finanzminister Harris Georgiades antwortet auf die Frage, ob ein Grexit vom Tisch sei: "Definitiv ja." Griechenland brauche einen ambitionierten Reformplan. Mit entsprechenden Verhandlungen sollten die Gläubiger-Institutionen an diesem Sonntag beauftragt werden.

          "Genug ist genug"

          +++ 10.05 Uhr +++

          EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis nennt es unwahrscheinlich, dass die Kommission an diesem Sonntag ein Mandat erhalten wird, über ein drittes Hilfspaket für Griechenland zu verhandeln.

          +++ 10.00 Uhr +++

          Der finnische Finanzminister Alexander Stubb sagt, niemand blockiere eine Einigung im Schuldenstreit. Die von Griechenland gemachten Zusagen reichten jedoch nicht aus. Er sei weiter hoffnungsvoll, aber eine Einigung sei sehr weit entfernt.

          Top-Jobs des Tages

          Jetzt die besten Jobs finden und
          per E-Mail benachrichtigt werden.

          Standort erkennen

            +++ 09.58 Uhr +++

            Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling sagt, die Gespräche über Griechenland seien sehr schwierig. In einer Reihe von Punkten gebe es keine Einigkeit. Es gehe weiter darum, ausreichende Garantien von Griechenland zu erhalten.

            ++++ 09.52 Uhr +++

            EU-Ratspräsident Donald Tusk sagt den für Sonntagabend geplanten EU-Gipfel ab. Der Euro-Zonen-Gipfel soll seinen Worten zufolge wie vorgesehen um 16 Uhr (MESZ) beginnen und so lange dauern, bis die Gespräche zu Griechenland abgeschlossen sind.

            +++ 09.50 Uhr +++

            Die Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, werfen der Bundesregierung vor, einen Euro-Austritt Griechenlands zu betreiben. Finanzminister Wolfgang Schäuble "sabotiert in Brüssel einen Kompromiss mit Griechenland - und das offenbar mit Wissen der Kanzlerin und des Vizekanzlers", erklären die beiden. "In diesen Stunden versucht eine deutsche Bundesregierung offenkundig, die Axt an die Grundwerte der Europäischen Union zu setzen."

            +++ 09.33 Uhr +++

            Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi äußert scharfe Kritik an Deutschland im griechischen Schuldenstreit. Eine Demütigung Griechenlands dürfe es nicht geben, sagt Renzi der Zeitung "Il Messaggero". "Italien will keinen Austritt Griechenlands aus dem Euro, und zu Deutschland sage ich: genug ist genug."

            +++ 09.30 Uhr +++

            Dimitrios Papadimoulis, Vizepräsident des Europäischen Parlaments und Abgeordneter der griechischen Regierungspartei Syriza, wirft Deutschland vor, mit neuen Forderungen im Schuldenstreit Griechenland erniedrigen zu wollen. Im Gespräch mit dem Sender Mega TV spricht er zudem von einem Versuch, die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras zu stürzen.

            Europa



            +++ 00.13 Uhr +++

            Die Verhandlungen über ein mögliches Hilfspaket für Griechenland sind nach Angaben von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem weiterhin schwierig. Die Gespräche würden am Sonntag um 11 Uhr (MESZ) fortgesetzt, sagt Dijsselbloem nach den Beratungen der Euro-Finanzminister.

            +++ 00.02 Uhr +++

            Die Euro-Finanzminister vertagen ihre Beratungen Vertretern der Eurozone zufolge auf Sonntag. Eine gemeinsame, schriftliche Erklärung gebe es nach dem Samstagstreffen nicht.

            © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
            Zur Startseite
            -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%