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Griechenland "Grexit"-Gefahr trotz Einigung im Schuldenstreit groß

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Kurzfristige Brückenfinanzierung für Griechenland

+++07.24 Uhr+++

Die Einigung verzögert sich nach Angaben aus Teilnehmerkreisen weiter. Immer wieder müsse sich der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras telefonisch mit Athen besprechen. Stein des Anstoßes seien für ihn die von Deutschland geforderte weitere Einbeziehung des Internationalen Währungsfonds (IWF), heißt es. Außerdem wird die angestrebte Höhe der Privatisierungseinnahmen mit 50 Milliarden Euro als viel zu hoch eingestuft

+++07.13 Uhr+++

Der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman kritisiert am Montag in einem Kommentar in der „New York Times“ die harte Haltung der EU gegenüber Griechenland in der Schuldenkrise. Die Liste der Forderungen der Eurogruppe nennt er „verrückt“. „Das europäische Projekt - ein Projekt, das ich immer gelobt und unterstützt habe - hat gerade einen furchtbaren, vielleicht sogar tödlichen Schlag erlitten. Und was immer man von (der griechischen Regierungspartei) Syriza oder Griechenland hält - die Griechen haben es nicht verbockt.“
Laut Krugman liegt der Hashtag „#thisisacoup“, der am Montagfrüh im Internetkurznachrichtendienst Twitter hunderttausendfach verbereitet wurde, genau richtig: Das Vorgehen der Eurogruppe gehe über Strenge hinaus „in schiere Rachsucht, in kompletter Zerstörung nationaler Souveränität, ohne Hoffnung auf Abhilfe“. „Es ist vermutlich als Angebot gedacht, das Griechenland nicht annehmen kann - nichtsdestotrotz ist es ein grotesker Verrat an allem, wofür das europäische Projekt eigentlich stehen sollte“.

+++06.50 Uhr+++

+++06.31 Uhr+++

„Tsipras verhandelt hart, um die Würde des griechischen Volkes zu bewahren, aber er weiß, dass jetzt entschieden werden muss“, resümierte ein Diplomat. Das Krisentreffen der 19 „Chefs“ dreht sich darum, ob Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket aufgenommen werden. Der Plan soll über drei Jahre laufen.

+++06.10 Uhr+++

Ministerpräsident Alexis Tsipras muss sich in Brüssel nach Angaben eines griechischen Diplomaten noch in zwei Kernfragen mit der restlichen Eurozone einigen, bevor eine Einigung stehen kann. Zum einen geht es um die künftige Beteiligung des Internationalen Währungsfonds am griechischen Rettungsprogramm, zum anderen um einen Privatisierungsfonds im Umfang von voraussichtlich 50 Milliarden Euro.


+++05.57 Uhr+++

Der Euro-Sondergipfel ist nach rund 14 Stunden erneut unterbrochen. Laut einem Tweet des maltesischen Regierungschefs Joseph Muscat sollen danach die abschließenden Beratungen folgen.


+++04.51 Uhr+++

Laut Vertretern der griechischen Regierung gibt es beim Euro-Sondergipfel in einem möglichen Griechenland-Paket noch immer Differenzen über die Rolle des Internationalen Währungsfonds (IWF) und den Aufbau eines Privatisierungs-Fonds.


Das sagen Analysten zur Lage Griechenlands

+++04.10 Uhr+++

Die Staats- und Regierungschefs treffen sich erneut in großer Runde, um einen Kompromissvorschlag zu Griechenland zu beraten. Das teilt der Sprecher von EU-Ratspräsident Donald Tusk über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zuvor hat es laut mit der Sache vertrauter Personen ein Fünfertreffen von Tusk mit den Regierungschefs Deutschlands, Griechenlands, den Niederlanden sowie dem französischen Präsidenten Francois Hollande gegeben.

+++02.12 Uhr+++

Mittel aus dem Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM) könnten einem EU-Vertreter zufolge als kurzfristige Brückenfinanzierung für Griechenland dienen. In dem 2010 aufgelegten Fonds seien noch 13 Milliarden Euro vorhanden. Notwendig für die Aktivierung sei eine qualifizierte Mehrheit der EU-Finanzminister. Als weitere Möglichkeit nennt der EU-Vertreter die Überweisung von Gewinnen aus EZB-Geschäften mit griechischen Anleihen (SMP-Programm).

+++01.53 Uhr+++

Die von der Bundesregierung ins Spiel gebrachte Option eines "Grexit auf Zeit" soll laut mehreren EU-Vertretern beim Euro-Gipfel fallen gelassen werden, wenn die griechische Regierung der Idee eines Treuhandfonds zustimmt.

+++01.09 Uhr+++

Die Hellas-Hängepartie drückt auf den Euro. Im frühen fernöstlichen Handel kostet die Gemeinschaftswährung 1,1090 Dollar nach 1,1162 Dollar am Freitag.

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+++01.01 Uhr+++

Französische Regierungsvertreter dementieren Angaben eines EU-Vertreters, wonach Frankreich Griechenland zur Bewältigung kurzfristiger Finanzprobleme bilaterale Kredite zur Verfügung stellen könnte. Der EU-Vertreter nennt als weitere Möglichkeit, Fonds der EU-Kommission zu nutzen.

+++00.23 Uhr+++

Nach der erneuten Unterbrechung im Kreis der 19 Euro-Regierungschefs beraten jetzt Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande, EU-Ratspräsident Donald Tusk zum zweiten Mal in dieser Nacht mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

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