Griechenland Lettland und Litauen billigen neues Hilfspaket

Sie zählen sie den schärfsten Kritikern der griechischen Regierung: Dennoch haben Lettland und Litauen am Montag für neue Hilfen für das pleitebedrohte Land gestimmt.

Europäische und Griechische Flagge Quelle: dpa

Lettland und Litauen haben das neue Hilfspaket für das pleitebedrohte Griechenland am Montag gebilligt. In Estland wird das Parlament an diesem Dienstag über das Hilfsprogramm abstimmen. Die drei Baltenstaaten zählen zu den schärfsten Kritikern der griechischen Regierung und haben sich für harte Spar- und Reformschritte des Euro-Krisenlands ausgesprochen.

„Wir sind bereit, uns solidarisch am griechischen Rettungsprogramm zu beteiligen“, sagte der lettische Finanzminister Janis Reirs nach einer Sondersitzung der Mitte-Rechts-Regierung in Riga. Dazu müsse Athen die mit den Geldgebern ausgehandelten Bedingungen für geplante Kredite von bis zu 86 Milliarden Euro erfüllen. Auch der EU-Ausschuss des lettischen Parlaments unterstützte die Position der Regierung, die einen Schuldenerlass für Griechenland kategorisch ablehnt.

Im benachbarten Litauen stimmte die Regierung dem neuen Kredit- und Reformpaket für Athen und der Auszahlung einer ersten Tranche von bis zu 26 Milliarden Euro ebenfalls zu.

In Estland genügt zur Billigung des Hilfspakets im Parlament eine einfache Mehrheit. Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Taavi Rõivas hält 59 der 101 Sitze in der Volksvertretung Riigikogu in Tallinn. Die Opposition ist gegen weitere Hilfen für Athen.

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