Griechenland Österreich fordert mehr Disziplin

Exklusiv

Die österreichische Finanzministerin Maria Fekter hat die griechische Regierung zu mehr Berechenbarkeit aufgerufen. Sie beklagt außerdem, dass die griechische Politik bisher von zwei Familien beherrscht wurde.

Der luxemburgische Budgetminister Luc Frieden, der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, der niederländische Finanzminister Jan Kees und die österreichische Finanzministerin Maria Fekter Quelle: dpa

„Die Volten der vergangenen Woche waren eine Bewährungsprobe für die Eurozone“, sagte sie der WirtschaftsWoche. „Viele solcher Wochen können wir uns in der Eurozone nicht leisten.“ Die ÖVP-Politikerin beklagt außerdem, dass die griechische Politik bisher von zwei Familien beherrscht worden sei, was dem Land nicht gut getan habe. „Die politischen Strukturen sind seltsam: Über Jahre hinweg regieren nur zwei Familien: Karamanlis, Papandreou, Karamanlis, Papandreou…Da will ich keine Schuldzuweisung wagen, wer mehr Beitrag am Abwirtschaften geleistet hat.“

Regierungschef Georgios Papandreou hatte am vergangenen Montag ein Referendum über das zweite Rettungspaket für Griechenland angekündigt, das die Partner der Eurozone völlig unerwartet getroffen hatte. Nach starkem Druck Deutschlands und Frankreichs war Papandreou von seinem Vorhaben abgerückt.

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