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Griechenland Rettungsprogramm soll bis Ende Mai stehen

Bis Ende Mai soll das Rettungsprogramm für Griechenland stehen. Zumindest wenn es nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem französischen Amtskollegen François Hollande geht.

Eine Euro-Münze aus Griechenland, im Hintergrund lodern Flammen. Quelle: dpa

Im harten Ringen um die Abwendung eines griechischen Staatsbankrotts drücken nun auch Deutschland und Frankreich aufs Tempo. Bundeskanzlerin Angela Merkel sage am Dienstag bei einem Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande, alle seien sehr daran interessiert, dass bis Ende Mai ein Rettungsprogramm stehe. Hollande ergänzte: „Wir müssen die Dinge beschleunigen - Griechenland hat finanzielle Bedürfnisse und deshalb müssen finanzielle Ressourcen gefunden werden.“

Noch am Montagabend hatte der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras den Gläubigern eine Verhandlungstaktik der „finanziellen Strangulierung“ vorgeworfen. Trotzdem habe Athen bisher alle Zahlungsverpflichtungen erfüllt. Seine Regierung habe nun detaillierte Vorschläge für ein machbares Abkommen mit der EU auf den Tisch gelegt, um die dringend benötigte letzte Rate von 7,2 Milliarden Euro aus dem 240 Milliarden Euro schweren Rettungspaket zu erhalten.

Zwischen Streit und Einigung: Die Griechenland-Krise

„Obwohl wir in einer Situation der finanziellen Strangulierung sind, haben wir alle unsere externen Verpflichtungen erfüllt“, sagte Tsipras. „Der Mangel an Liquidität ist weder die Wahl noch die Verantwortung der griechischen Regierung. Es ist eine harte Verhandlungstaktik unserer Partner, und ich weiß nicht, ob irgendjemand in Europa stolz darauf ist“, sagte der Ministerpräsident.

Varoufakis schürt Hoffnung auf schnelle Einigung

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis sagte am Montagabend in einem Interview des Privatsenders Star TV, Athen und seine Gläubiger seien einer Einigung nahe. Alle Seiten glaubten, dass die Zeit reif für eine Übereinkunft sei. Er erwarte, dass diese in rund einer Woche erzielt werden könne.

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„Ich versichere Ihnen, dass wir, wenn wir in einem Dilemma stecken zwischen dem Bezahlen eines Gläubigers, der sich weigert, eine Einigung zu unterzeichnen, und eines Rentners, den Rentner bezahlen werden“, sagte Varoufakis. „Ich hoffe, wir werden fähig sein, beide zu bezahlen.“

Das hoch verschuldete Griechenland muss dem Internationalen Währungsfonds demnächst hohe Kredite zurückzahlen und ist dafür auf die Auszahlung der letzten Rate des Rettungsschirms angewiesen. Eine Vereinbarung mit den anderen Mitgliedstaaten der Eurozone darüber steht aber immer noch aus.

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