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Griechenland Samaras geht auf Werbetour

Der griechische Premier reist um die Welt. Er will in China und Katar um Investitionen werben – und in Deutschland um Geduld und Verständnis.

Der griechische Regierungschef Antonis Samaras reist ins Ausland, um Vertrauen zu gewinnen und Investitionen auf den Weg zu bringen. Am Dienstag kommt der Konservative nach Berlin. Quelle: dpa

Antonis Samars hat sich offenbar gute Vorsätze für das neue Jahr genommen. Der griechische Regierungschef sucht – anders als zu Beginn seiner Amtszeit – den Dialog mit internationalen Partnern und Geldgebern und will endlich Ernst machen mit dem Verkauf von Staatsbesitz. Aus diesem Grund reist der Regierungschef des Euro-Pleitelandes in den kommenden Wochen nach China und Russland, in die Vereinigten Staaten und nach Doha, der Hauptstadt des Emirat Katars.

Zum Auftakt seiner weltweiten Werbetour wird Samaras allerdings am Dienstag nach Berlin kommen. Dort spricht er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und wird auch Stellung beziehen zum Daten-Skandal um den früheren Finanzminister Giorgos Papakonstantinou. Dieser soll Datensätze auf einer CD mit möglichen Steuerflüchtlingen gelöscht haben, um Verwandte zu schützen. Für Samaras kommt die Debatte zur Unzeit, möchte der Premier doch die Vorurteile aus dem Weg räumen, die Griechen seien korrupt, reformunfähig und nicht vertrauenswürdig. Mit Worten allein, wird der Konservative die Zweifel nicht wegwischen können. Er muss aufklären, die Steuerverwaltung straffen und modernisieren.

Griechenlands Baustellen 2013

Auch um eine zweite Baustelle - der Sanierung der Staatsfinanzen – will sich der Premier im neuen Jahr kümmern. Bei seinen Besuchen in Peking und Doha will er um Investitionen werben. Erste Geschäftsbeziehungen gibt es bereits. So betreibt der chinesische Staatskonzern Cosco in der griechischen Hafenstadt Piräus seinen größten Containerhaften außerhalb Asiens. Der Umschlag dort konnte 2012 verdoppelt werden. Samaras möchte den Chinesen anbieten, weitere See- und auch Flughäfen zu übernehmen. Angeblich ist aber auch Katar interessiert, das frühere Athener Flughafengeländer Hellinikon zu nutzen. Russische Investoren hingegen haben ihre Fühler nach dem Gaskonzern Depa ausgestreckt haben.

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Samaras braucht dringend Geschäftsabschlüsse, da der „Hellenic Republic Asset Development Fund“ (HRADF), die Privatisierungsanstalt des griechischen Staates, zahlreiche Vorhaben auf dem Weg gebracht hat – aber nur eine Handvoll von Projekten tatsächlich verkaufen konnte.

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