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Griechenland schafft Zahlung bis Juni nicht „Das Geld ist nicht da“

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Varoufakis gesteht Mitschnitte

Von Weizsäcker forderte weitere harte Reformen von den Griechen. Das Land habe aber auch schon viel geleistet: „Griechenland hat schon unglaublich viel reformiert, wenn man das mit dem vergleicht, was Deutschland mit den Hartz-IV-Reformen gemacht hat. Aber es war halt leider nicht genug.“ Auf der Basis von Vertrauen sollte Europa den Griechen weitere Unterstützung leisten: „Ohne ein drittes Hilfsprogramm lässt sich das nicht lösen, das kann sich kein seriöser Mensch vorstellen.“ Bislang hat Griechenland insgesamt 240 Milliarden Euro von den internationalen Geldgebern erhalten.

Die größten Pleitestaaten der Welt
Norwegische Insel Quelle: dpa
Reichstag Quelle: dpa
Gracht in Amsterdam Quelle: AP
Akropolis Quelle: AP
Brunnen am österreichischen Parlamentsgebäude Quelle: dpa
Schweizer Flagge Quelle: dpa
Big Ben und Westminster Abbey Quelle: REUTERS

Unterdessen gab der griechische Finanzminister Varoufakis auf seinem persönlichen Blog zu, Gespräche mitgeschnitten zu haben. Er bestätigte am Sonntag, dass er während des informellen Treffens der Eurogruppe im April im lettischen Riga Tonaufnahmen gemacht habe. Er nehme öfters mit seinem Handy Aufnahmen seiner Statements und Antworten auf, teilte Varoufakis mit.

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Ziel sei, sich an seine exakten Aussagen erinnern zu können. „Damit ich meinen Ministerpräsidenten, den Ministerrat und das Parlament informieren kann“, schrieb Varoufakis auf seinem persönlichen Blog. „Das habe ich auch während des Treffens der Eurogruppe in Riga gemacht“, fügte Varoufakis hinzu, ohne allerdings zu klären, ob er auch die Statements und Unterredungen mit den anderen Ministern aufgenommen hat.

Erste Informationen zu den Aufnahmen waren in der Zeitschrift „New York Magazine“ vergangene Woche erschienen. Der Bericht stieß in Brüssel auf Erstaunen. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem habe deutlich gemacht, dass die Treffen der von ihm geführten Euro-Finanzminister vertraulich seien, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission vergangenen Donnerstag in Brüssel.

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