Griechenland S&P stuft Athen auf Ramschniveau herab

Griechenland sinkt noch tiefer auf Ramschniveau: Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit weiter herabgestuft. Der Grund: Athen verschob anstehende Rückzahlungen an den IWF auf Ende des Monats.

Standard & Poor's Quelle: dpa

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat Griechenlands Kreditwürdigkeit weiter herabgestuft. Die Bonität des Landes werde statt „CCC“ künftig mit „CCC+“ bewertet und der Ausblick sei negativ, teilte die US-Agentur am Mittwoch mit. Damit sinkt Griechenland noch tiefer auf Ramschniveau herab, womit Staatsanleihen für Anleger als äußerst risikobehaftet dargestellt werden.

Es sei wahrscheinlich, dass Griechenland binnen eines Jahres einen Zahlungsausfall erleide, falls es keine Einigung mit seinen Gläubigern erziele, teilte Standard & Poor's zur Begründung mit. Die Regierung in Athen räume zudem Renten und anderen Staatsausgaben größere Priorität ein als die rechtzeitige Rückzahlung der Schulden.

Anlass für die erneute Rückstufung war eine Verzögerung bei den Schuldzahlungen: Eine Rückzahlung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) wäre fällig gewesen, Athen verschob sie jedoch auf Ende Juni.

Ende Juni droht Griechenland die Staatspleite, wenn bis dahin keine Übereinkunft über die Auszahlung von Hilfsgeldern in Höhe von 7,2 Milliarden Euro erzielt wird. Die Geldgeber verlangen von Athen im Gegenzug ein verbindliches Reformprogramm.

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