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Griechenland Athen sucht verzweifelt nach neuen Geldgebern

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Varoufakis wirbt um Verständnis in Washington

Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis hatte wiederholt angekündigt, eine Absichtserklärung solle bereits in der kommenden Woche unterzeichnet werden. Von einer Vorauszahlung sprach er nicht. Das Projekt der Verlängerung der russischen Pipeline nach Griechenland muss von der EU genehmigt werden und soll 2019 fertig sein. Finanzexperten griechischer Banken sagten der Deutschen Presse-Agentur, sie könnten sich „schwer vorstellen“, wie Gelder für ein Projekt fließen könnten, das noch gar nicht genehmigt ist.

Die Experten der Geldgeber haben unterdessen ihre Verhandlungen mit Griechenland über das verlangte Reformpaket fortgesetzt. Die sogenannte „Brüssel-Gruppe“ nahm am Samstag die Gespräche wieder auf - diese sollen das ganze Wochenende über dauern, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Mit Entscheidungen sei nicht zu rechnen. Die Experten wollen das Treffen der EU-Finanzminister am kommenden Freitag (24. April) im lettischen Riga vorbereiten.

Hilfen liegen vorerst auf Eis

Zu der Gruppe gehören Vertreter der Athener Regierung sowie Experten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), des Rettungsschirms ESM sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Die EU beklagt mangelnde Reformfortschritte Griechenlands. Deshalb werden die Finanzminister voraussichtlich nur eine Bestandsaufnahme machen können, aber noch nicht über die Freigabe von Krediten entscheiden. Griechenland benötigt dringend frisches Geld.

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Die internationalen Geldgeber haben die noch fälligen Hilfen aus den Hilfsprogrammen von 7,2 Milliarden Euro auf Eis gelegt. Die Mittel sollen erst freigegeben werden, wenn Athen eine konkrete Liste von Reformen vorlegt und diese auch umsetzt.

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis warb am Rande des Wirtschaftsgipfels in Washington um Verständnis. Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus traf er auch US-Präsident Barack Obama. Nach Obamas Ansicht muss Griechenland „harte Entscheidungen“ treffen und sein wackliges Finanzsystem mit Reformen stabilisieren. „Sie müssen Steuern eintreiben. Sie müssen ihre Bürokratie abbauen“, sagte Obama am Freitag. Den Kreditgebern müsse Athen beweisen, dass das Land beginnt, sich selbst zu helfen.

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