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Griechenland Unternehmer stellen sich der Krise

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Vorbild USA? Das war einmal

Griechischer Wein soll bald auch zunehmend in China getrunken werden. Quelle: dpa/dpaweb

Früher, lange Zeit vor Boutaris, waren einmal die USA das Vorbild. So ist denn auch die einzige landwirtschaftliche Berufsschule in der Großstadt die American Farm School. Gegründet wurde sie 1904 von einem US-Missionar aus Pennsylvania, heute ist sie so etwas wie das Agrikultur-Harvard Griechenlands. Die Absolventen dieser Schule finden alle einen Job, viele haben erfolgreiche Unternehmen gegründet.

Deshalb ist die Farm School hoch gefragt, die Auswahl streng. Zu lernen sind Fächer wie Käserei, Biolandwirtschaft, Gartendesign, Pilzkultivierung, Winzerei, Schneckenzucht und vieles mehr.

Griechischen Wein in China verkaufen

Also: zurück aufs Land? Der Ausbildungsdirektor der Farm School, Vangelis Vergos, wehrt ab. »Landleben ist harte Arbeit, das Dorfleben setzt enge Grenzen, die für Menschen aus der Stadt schwer erträglich sind.« Eine Mischung hat vielleicht mehr Zukunft: arbeiten auf dem Land, leben in der Stadt. Yannis Boutaris steht dafür. Der langjährige Winzer ist ein Stadtmensch.

»Ich liebe Abgase«, witzelt er. Für die Mischung aus Idylle und Moderne steht auch das Weingut Kir-Yanni. Sein Sohn hat mit einem knorrigen griechischen Landwirt nichts mehr zu tun. Natürlich muss der Wein angebaut, gepflegt, geerntet, gekeltert, kultiviert werden. Aber daneben jagt Stellios Boutaris über Weinmessen in Europa und Amerika.

Zukunftsszenarien für Griechenland

Seinen Wein will er nun auch nach China verkaufen. Längst hat er das E-Shopping über das Internet eingeführt. Der Kir-Yanni-Tropfen kommt künftig per Mausklick ins Haus.

So könnte das neue Griechenland aussehen. Wenn die Rechnung aufgeht.

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