WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Griechenland Athen wird die IWF-Rate nicht zahlen

Seite 2/4

"Wir sind entsetzt über die Entwicklung in Griechenland"

+++18.00 Uhr+++

"Wir teilen die Einschätzung der Bundesregierung, dass ein Referendum ein legitimes Mittel ist, um die Bevölkerung zu befragen. Gleichzeitig läuft aber mit dem morgigen Tag das Hilfspaket für Griechenland aus", sagt FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner. Der Abstimmung in Griechenland komme damit zwar eine hohe symbolische Bedeutung zu, das Angebot der Euro-Gruppe liege dann aber nicht mehr auf dem Tisch. "Eine Verlängerung des Hilfspakets kann es unter diesen Umständen weiterhin nicht geben. Die Bundesregierung sollte deshalb auch keine neue Hilfe ins Schaufenster stellen", so Lindner.

+++17.55 Uhr+++

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann wirft der griechischen Regierung vor, die eigenen Bürger für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren. Die griechische Bevölkerung werde "eingesetzt als Geiseln, um angeblich die Verhandlungsposition für Syriza zu verbessern", so Oppermann. "Wir sind entsetzt über die Entwicklung in Griechenland." Nach dem Referendum bleibe die Tür aber offen für Gespräche über ein drittes Hilfsprogramm. "Hilfe kann es nur geben Zug um Zug gegen die notwendigen Reformen in Griechenland", unterstreicht Oppermann jedoch.

+++17.21 Uhr+++

Frankreichs Präsident Francois Hollande telefoniert nach Angaben seines Amtes mit seinem US-Kollegen Barack Obama. Beide Staatschefs wollten sich darum bemühen, beim Neustart des Dialogs in der Griechenland-Krise zu helfen, heißt es.

"Grexit macht Griechen wieder wettbewerbsfähig"
Der Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn Quelle: dpa
Grünen-Vorsitzender Cem Özdemir Quelle: dpa
Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) Quelle: dpa
Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras Quelle: AP
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz Quelle: dpa
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier Quelle: REUTERS
Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping Quelle: dpa

+++16.58 Uhr+++

Ähnlich wie Gabriel und Merkel bezeichnet auch Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi das griechische Referendum als eine Wahl zwischen dem Verbleib im Euro und der Rückkehr zur Drachme.

+++16.45 Uhr+++

Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters schätzen Ökonomen und Händler die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone auf 45 Prozent. Bei der Umfrage eine Woche zuvor waren es noch 30 Prozent gewesen. Die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls Griechenlands bei der am Dienstag fälligen 1,6 Milliarden Euro schweren IWF-Rate schätzen sie auf 90 Prozent - hier waren es zuletzt 50 Prozent gewesen.

+++16.29 Uhr+++

Laut einem Insider sollen voraussichtlich am Donnerstag Hunderte griechische Bankfilialen zur Auszahlung von Pensionen öffnen. Es gebe entsprechende Bemühungen, so ein Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Diese Ausnahme gelte für schätzungsweise 850 Filialen. Sie blieben ansonsten die gesamte Woche geschlossen und dürften auch keine anderen Geschäfte abwickeln.

+++16.12 Uhr+++

Die Tür für Verhandlungen mit Griechenland bleibt nach den Worten von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem offen.

+++16.07 Uhr+++

Europaparlaments-Präsident Martin Schulz sagt, es sei für ihn nur schwer erklärbar, dass eine Regierung so irrational handle, wie die griechische. Tsipras habe ihm in einem Telefonat gesagt, dass bei dem geplanten Referendum die Reformvorschläge der internationalen Gläubiger vom vergangenen Donnerstag zu Abstimmung gestellt werden sollten.

+++15.45 Uhr+++

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter fordert unverzüglich einen Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs. Die Gefahr für den Euro und das Projekt Europa sei größer, als sie vielen erscheine und Linken-Fraktionschef Gregor Gysi sieht eine Pflicht, den Euro und Europäische Union zu retten. Es wäre verheerend, wenn sie gefährdet würden. Benötigt werde nun eine Alternative zur Sparpolitik.



Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%