Griechisches Sparprogramm Varoufakis spricht von "fruchtbarem" Gespräch mit Draghi

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat am Mittwoch mit EZB-Präsident Mario Draghi über eine Lösung der Schuldenprobleme seines Landes beraten.

Wer in Griechenland zur Wahl steht
Alexis Tsipras, Chef der radikalen Linken Syriza in Griechenland. Quelle: dpa
Tsipras Quelle: dpa
der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras Quelle: dpa
Samaras Quelle: Screenshot
Evangelos Venizelos, Pasok-Chef, Quelle: dpa
Dimitris Koutsoumbas, Parteiführer der Kommunistischen Partei KKE Quelle: dpa
Ilias Panagiotaros, Abgeordneter der Partei Goldene Morgenröte Quelle: dpa
Panos Kammenos, Präsident der Partei „Unabhängigen Griechen“ Quelle: Screenshot
Stavros Theodorakis, Vorsitzender der Partei To Potami Quelle: AP
Wahlplakat von To Potami Quelle: Screenshot
Giorgos Papandreou, Chef der sozialistischen Pasok-Partei Quelle: dpa
Alexis Tsipras Quelle: dpa

"Wir hatten ein fruchtbares Gespräch", sagte Varoufakis nach dem Treffen in Frankfurt. Das von seiner Regierung abgelehnte Sparprogramm für Griechenland habe eine deflationäre Krise in dem Land angeheizt. Er habe daher die Botschaft übermittelt, dass es nicht so weitergehen könne wir bisher.

Die neue griechische Regierung sucht mit immer neuen Vorschlägen einen Ausweg aus der Schuldenmisere. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allegemeinen Zeitung" schwebt ihr vor, Darlehen in Beteiligungen an griechischen Banken zu tauschen. Finanzminister Yanis Varoufakis beriet zudem am Mittwoch mit EZB-Präsident Mario Draghi über drängende Liquiditätsprobleme.

Griechenlands Schwächen

Der "Financial Times" zufolge sperrt sich die Notenbank gegen neue Kurzfrist-Darlehen. Den Deutschen versprach Varoufakis vor seinem Besuch bei seinem Kollegen Wolfgang Schäuble am Donnerstag in Berlin ein Ende der Schuldenpolitik. "Griechenland wird - abzüglich der Zinsausgaben - nie wieder ein Haushaltsdefizit vorlegen. Nie, nie, nie!", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit". Regierungschef Alexis Tsipras machte auf der Suche nach Verbündeten Station in Brüssel und wurde dann in Paris erwartet.

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Die von Links- und Rechtspopulisten getragenen Regierung will sich offenbar mit einem ganzen Maßnahmenbündel Erleichterung von der Schuldenlast von mehr rund 315 Milliarden Euro verschaffen. So hatte sie bereits einen Umtausch von Anleihen in ewig laufende Papiere und "BIP-Bonds" ins Gespräch gebracht, die an das Wachstum gekoppelt wären. Die Reaktionen der Gläubiger waren jedoch verhalten. Alleine der Euro-Rettungsschirm EFSF hält 44 Prozent der griechischen Schulden.

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