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Hoffen auf 2014 So geht es den Euro-Krisenländern

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Griechenland

Zunächst die gute Nachricht: Der Tourismus brummt wieder. Auch wegen der Unruhen in Ägypten und der Türkei dürfte 2013 eine Million mehr Besucher als im Vorjahr nach Griechenland reisen. Premier Antonis Samaras rechnet mit Einnahmen von bis zu zwölf Milliarden Euro.


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Auf der anderen Seite steht dies: Griechenland erfüllt einmal mehr die Auflagen der internationalen Geldgeber nicht. Im Eiltempo werden in diesen Tagen Nachbesserungen durchs Parlament gepeitscht, um die nächste Tranche aus dem Hilfsprogramm zu sichern. Am Freitag sollen die Abgeordneten umfangreiche Reformen im Steuersystem und den Abbau von Staatsbediensteten beschließen, damit die nächsten 6,8 Milliarden Euro fließen. Für Dienstag haben die Gewerkschaften einen Generalstreik angekündigt.

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Seit sechs Jahren hält die Rezession das Land im Würgegriff. Gerade gab das Forschungsinstitut IOBE bekannt, dass die Wirtschaft 2013 um 4,8 bis 5,0 Prozent schrumpfen dürfte. Die internationalen Geldgeber hatten bisher mit einem Minus von 4,2 Prozent gerechnet. Auch die Privatisierung läuft nicht nach Plan. Nachdem der Verkauf des Gasversorgers Depa mangels Bietern gescheitert ist, droht nun beim Lottoanbieter Opap der Investor abzuspringen.

Für die Regierung heißt das 652 Millionen Euro weniger, mit denen sie fest kalkuliert hatte. Am schwersten wiegt allerdings nach wie vor die Finanzierungslücke von über vier Milliarden Euro, die sich im kommenden Jahr im Hilfsprogramm auftut. Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem spielt das Problem noch herunter, aber der IWF kann gemäß seiner Regeln nicht im Programm bleiben, wenn es nicht mindestens für die kommenden zwölf Monate finanziert ist. Klartext wird wohl erst nach der Bundestagswahl in Deutschland gesprochen.

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