ifo-Ökonomen IWF muss sich weiter in Griechenland engagieren

Exklusiv

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sollte nach Ansicht von Wirtschaftsexperten an seinem Engagement für Griechenland festhalten.

Schriftzug und Logo des IWF Quelle: dpa

„Der wohl beste Weg aus der Misere wäre, dass Griechenland aus der Euro-Zone ausscheidet, die Drachme wieder einführt, abwertet, wieder wettbewerbsfähig wird und dann in die Euro-Zone zurückkehrt“, schreiben Niklas Potrafke und Markus Reischmann vom ifo Zentrum für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. „Dieser Weg wäre steinig, der IWF aber wäre dabei weiterhin als Kreditgeber wichtig.“

Für den Fall, dass Griechenland mit weiteren Hilfspaketen in der Euro-Zone gehalten werde, müsse der IWF ebenfalls weiter an Bord bleiben: „Er verfügt über unabhängige und objektive Expertise, unterliegt weniger politischen Restriktionen als die EU-Regierungen und wäre deshalb als Gläubiger unverzichtbar“, schreiben die beiden Ökonomen weiter.

Das sagen Analysten zur Lage Griechenlands

Schwellenländer hatten dem IWF vorgeworfen, sich zu stark auf Europa zu konzentrieren und Kredite dort großzügiger zu vergeben. Die Verfahren in Südamerika, Afrika und Asien habe der Fonds demnach schneller und strenger durchgezogen. Die Kredite an Griechenland machen etwa 28 Prozent der gesamten ausstehenden Kredite des IWF aus. Insgesamt bekamen Griechenland, Irland und Portugal rund 60 Prozent aller aktuellen IWF-Kredite.

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