Italien Matteo Renzi will offenbar keine ESM-Hilfe für Banken

Der italienische Ministerpräsident will laut Regierungskreisen keine Hilfe beim Euro-Rettungsschirm für Banken anfordern. Eine Zeitung hatte berichtet, Renzi erwäge, beim ESM Hilfe für Monte dei Paschi nachzufragen.

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi. Quelle: REUTERS

In italienischen Regierungskreisen ist ein Pressebericht zurückgewiesen worden, wonach Ministerpräsident Matteo Renzi womöglich den Euro-Rettungsschirm ESM um Hilfen für angeschlagene Banken ersuchen will.

Die Zeitung "La Stampa" hatte zuvor am Montag unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, Renzi erwäge, beim ESM um Unterstützung für Monte dei Paschi nachzufragen. "Diese Berichte entbehren jeder Grundlage", verlautete dazu aus dem Büro des Regierungschefs. Die Regierung dementiere entschieden Medienspekulationen über die Nutzung von ESM-Geldern in Italien.

Der Zeitung zufolge könnte ein Hilfsantrag beim ESM der Plan B der Regierung sein, falls das bisherige Rettungsvorhaben für Monte dei Paschi scheitern sollte. Aktuell ist zur Sanierung der Krisenbank eine Kapitalerhöhung im Volumen von etwa fünf Milliarden Euro geplant.

Zudem will Monte dei Paschi faule Kredite in Milliardenhöhe verkaufen. Die 1472 gegründete Bank hatte beim jüngsten Stresstest der EU-Bankenaufseher so schwach abgeschnitten wie kein anderes Institut in Europa.

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