Italiens Finanzminister Padoan fordert Weiterentwicklung der Bankenunion

Exklusiv

Der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan verteidigt das Vorgehen seines Landes bei der Abwicklung zweier Regionalbanken am vergangenen Wochenende.

Pier Carlo Padoan Quelle: REUTERS

Italien habe die Veneto Banca und die Banca Popolare di Vicenza nicht mit Staatshilfe gerettet: „In Wirklichkeit wurden zwei ineffiziente Banken geschlossen“, schreibt Padoan in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Indirekt weist der Finanzminister den Euro-Partnern eine Mitverantwortung an der kritischen Situation im italienischen Bankensektor zu. Man sei bei der Vereinheitlichung der Regeln für die Bankenbranche nicht weit genug vorangekommen. „Die Bankenunion ist noch nicht vollendet“, schreibt Padoan und fordert ein  öffentliches europäisches Auffangnetz ("Backstop") und ein europäisches Einlagensicherungssystem.

Für die Bankenbranche Italiens insgesamt zeigt sich der parteilose Minister vorsichtig zuversichtlich: „Die Risikoanfälligkeit der italienischen Banken wird weiter zurückgehen, so wie es den besten europäischen Standards entspricht,“ so Padoan. Wer das nicht so sehe, leide unter einer „verzerrten Interpretation der Tatsachen oder Vorurteilen“.

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