WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen
Benachrichtigung aktivieren
Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche informieren? Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft
Erlauben Sie www.wiwo.de, Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert
Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche auf dem Laufenden. Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Wiwo Web Push

IWF-Jahrestagung Nach der Krise ist vor der Krisenangst

Seite 2/2

Weg von den Niedrigzinsen

Marode Staatshaushalte und Krisenbanken
frau auf einem Balkon mit portugiesischer Flagge Quelle: dapd
SpanienNotleidende Kredite: 10,7 Prozent der Gesamtkredite (Stand: September 2012) Sparer ziehen Einlagen ab, marode Immobilien bringen die Banken ins Wanken Quelle: dpa
Bank of Ireland Quelle: dpa
Bank Societé Générale Quelle: REUTERS
Gebäude der Dexia-Bank Quelle: dpa
Eine niederländische Flagge und Gebäude der ING Quelle: dapd
Rettungsring und Banken Quelle: AP

Letzteres hängt mit dem größten Schreckgespenst des Treffens von Finanzministern und Notenbankchefs der 188 IWF-Mitgliedsländer zusammen. Die US-Notenbank Fed beginnt nach einhelliger Meinung bald, ihre ultralockere Geldpolitik zu bremsen. Obwohl der Währungsfonds darin generell eine Stabilisierung der Verhältnisse sieht, sorgt er sich auch über „die wachsende Ungewissheit hinsichtlich der Folgen“. Es sei Zeit, Pläne für die Abkehr von der sogenannten quantitativen Lockerung und Niedrigzinsen zu machen, sagte Blanchard am Dienstag. „Aber es noch nicht die Zeit, sie umzusetzen.“

Kurz vor der Tagung veröffentlichte der IWF sogar ein umfassendes Forschungspapier mit einer düsteren Warnung an die Länder, die bislang gut von den Kapitalzuflüssen lebten: „Der Zusammenbruch erscheint viel abrupter als der Aufschwung, während dessen die Samen der finanziellen Instabilität gesät wurden“. Wenn die Zentralbanken nun den Geldhahn zudrehten und höhere Zinsen die Investoren in die USA zurücklockten, dann stehe die Weltwirtschaft vor einer harten Herausforderung. „Aufstrebende Staaten sollten in der Lage sein, sich ohne eine große Krise an die veränderten Umstände anzupassen“, hofft Blanchard aber.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Was die Entwicklungs- und Schwellenländer nicht mehr so recht sind und Europa noch nicht wieder sein kann, das müssen laut dem IWF nun die USA übernehmen. „Der Impuls für das globale Wachstum sollte vor allem von den Vereinigten Staaten kommen“, heißt es im IWF-Bericht. Doch ausgerechnet die größte Volkswirtschaft der Welt steckt nicht nur in einem ungesunden Sparprogramm, das zu einer erneuten Senkung der Wachstumsprognose führte, sondern in einer politischen Krise.

Während der Verwaltungsstillstand laut dem IWF keine schlimmen Folgen für die Konjunktur bringen dürfte, wenn er zeitlich begrenzt bleibe, schwebe die zum 17. Oktober notwendige Erhöhung der Schuldenobergrenze wie ein Damoklesschwert über die Weltwirtschaft. Vor „erheblichen Konsequenzen“ warnte Blanchard am Dienstag, sollte der Kongress in Washington nicht rechtzeitig handeln. Nicht nur würde die Erholung der US-Wirtschaft „entgleisen“, sondern die globalen Finanzmärkte könnten „gravierende Störungen“ erleben.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
Diesen Artikel teilen:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%