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Keine Verbindung zu Belgien Vier Terrorverdächtige in Athen gefasst

Die Polizei in Athen meldet die Festnahme von vier Terrorverdächtigen - eine mögliche Verbindung zu in Belgien gesuchten Dschihadisten? Die belgischen Behörden wiegeln ab. Es bestehe kein Zusammenhang.

Zwei Tote bei Anti-Terror-Einsatz in Belgien
In Verviers in Belgien nahe der deutschen Grenze gab es einen Anti-Terror-Einsatz. Quelle: dpa
Sondereinsatzkräfte blockieren die Straßen in Verviers. Augenzeugen berichten von Explosionen und Schüssen. Quelle: dpa
Die Staatsanwaltschaft bestätigte noch am Abend, dass zwei Menschen getötet und ein weiterer schwer verletzt festgenommen wurde. Es soll sich um Heimkehrer aus Syrien gehandelt haben, die terroristische Anschläge in Belgien planten. Quelle: dpa
Polizisten oder Augenzeugen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Quelle: dpa
Verviers liegt etwa 30 Kilometer von Aachen entfernt. Dort gebe bis zu zehn Personen, die in Syrien gewesen seien, berichtete der belgische TV-Sender RTL-Info. Die Identität der drei Toten stand demnach zunächst nicht fest. Quelle: dpa

In Griechenland sind nach Angaben aus Polizeikreisen vier mutmaßliche Terroristen festgenommen worden. Die Hinweise auf Verbindungen zu einer Dschihadistenzelle in Belgien hätten sich aber nicht bestätigt, teilten die Behörden in Brüssel mit. Aus Athen hieß es, die Ermittlungen gingen weiter. „Wir stehen mit den Belgiern in Kontakt“, sagte ein Beamter.

Die vier Terrorverdächtigen waren an verschiedenen Orten Athens gefasst worden. Zunächst meldete die Polizei, die Beschreibung eines der Festgenommenen passe auf den in Belgien gesuchten Dschihadist Abdelhamid Abaaoud. Dieser soll der Kopf der Terrorzelle sein, die die belgische Polizei am Donnerstag gesprengt hatte. Bei dem Einsatz in Verviers wurden zwei Verdächtige getötet und ein dritter festgenommen. Dies hat nach offiziellen Angaben unmittelbar bevorstehende Terroranschläge vereitelt.

Die griechische Polizei übermittelte Fotos, Fingerabdrücke und DNA nach Belgien und wartete auf eine Bestätigung. Belgische Medien hatten zuvor berichtet, dass ein Belgier mit marokkanischen Wurzeln, der in Syrien an der Seite der Terrormiliz Islamischer Staat gekämpft habe, sich in Griechenland aufhalte.

Doch nach vorläufiger Prüfung der Information aus Athen sei keine Verbindung zu den Gesuchten festgestellt worden, sagte der Justizbeamte Eric van der Sypt in Brüssel. Die Festnahmen hätten „nichts mit dem belgischen Fall zu tun.“

Aus Sorge vor Anschlägen verstärken in Belgien nun erstmals seit 30 Jahren Soldaten die Polizei. Verteidigungsminister Steven Vandeput sagte am Samstag dem Sender VRT, die Truppen könnten zum Schutz vor Attacken vor bestimmten Botschaftsgebäuden oder Häusern im jüdischen Viertel Antwerpens postiert werden.

Seit dem tödlichen Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ in Paris sind die Sicherheitsbehörden in ganz Europa alarmiert. Bei Polizeiaktionen wurden am Freitag in Deutschland, Frankreich, Belgien und Irland mindestens 30 Verdächtige festgenommen.

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