Kiel-Economics-Chef Meier "Langfristig spricht wenig gegen den Euro"

Exklusiv

Die Europäische Währungsunion ist trotz der aktuellen Krise kein Auslaufmodell.

10 Gründe für den Euro
Boxer trainieren in einer Box-Halle Quelle: dpa
Mit herausgezogener Hosentasche steht ein Autofahrer vor der Preistafel einer Tankstelle Quelle: dpa
Eine Fugzeugpassagierin an einer Geldwechselstube in London Quelle: AP
Eine Frau hält ein euro starter kit neben einem Zwanzig-Mark-Schein Quelle: REUTERS
Thilo Sarrazin präsentiert sein Buch "Europa braucht den Euro nicht" Quelle: REUTERS
Kunden im Westfield Stratford City Shopping-Center in London Quelle: REUTERS
Ministerpräsidenten beim EU-Gipfeltreffen am 23.05.2012 Quelle: dpa

„Langfristig spricht wenig gegen den Euro“, verteidigt Carsten-Patrick Meier, Geschäftsführer des Forschungsinstituts Kiel Economics, die Einheitswährung in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche.

Voraussetzung sei allerdings eine Stabilisierung der Konjunktur in den Krisenländern. „Soll die EZB nicht kompromittiert werden, bedarf es dafür eines befristeten und konditionierten fiskalischen Transfermechanismus“, so Meier. Die Bundesregierung fordert er auf, die Einrichtung eines „Schuldenabbaufonds“ voranzutreiben, wie es der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vorgeschlagen hat.

Zudem warnt der Ökonom vor den Folgen des niedrigen Zinsniveaus: „Zum anderen ist mit makroprudenziellen Mitteln dafür Sorge zu tragen, dass die lange Niedrigzinsphase, mit der die Krise im Euro-Raum verbunden ist, nicht zu einer neuen zinsinduzierten Blase führt – diesmal in Deutschland.“

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