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Konjunktur EU-Kommission rechnet mit Deflation

Die EU-Kommission blickt optimistischer auf die Konjunktur in Deutschland und der Euro-Zone. Die Preise dürften allerdings sinken.

Wie die deutschen Banken abschneiden
Deutsche Bank Quelle: dpa
Commerzbank Quelle: dpa
Münchener Hypothekenbank Quelle: dpa
DZ-Bank Quelle: dapd
HSH Nordbank Quelle: dpa
Nord LB Quelle: dpa
IKB Quelle: dpa

Die Brüsseler Behörde erhöhte am Donnerstag ihre Wachstumsprognosen und begründete dies vor allem mit dem günstigeren Öl und dem niedrigen Euro-Kurs. Der gesamten Währungsunion traut die Kommission für 2015 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,3 statt bisher nur 1,1 Prozent zu.

Im nächsten Jahr dürfte sich das Wachstum auf 1,9 (bisher 1,7) Prozent beschleunigen. Der Ausblick für die Konjunktur habe sich seit der vorigen Prognose im November etwas aufgehellt, sagte Wirtschafts- und Finanzkommissar Pierre Moscovici. "Der Rückgang des Ölpreises und der billigere Euro sorgen für ein willkommenes Doping für die EU-Wirtschaft."

Reaktionen auf EZB-Zinssenkung und Wertpapierkäufe

Für Schwung dürften auch die weitere Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgen und das von der Kommission geplante Investitionsprogramm. Zudem müsse es mehr Reformen geben, sagte der für den Euro-Raum zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis.

In Deutschland dürfte die Konjunktur in diesem Jahr um 1,5 Prozent zulegen und im nächsten Jahr um 2,0 Prozent. Bisher hatte die Kommission nur ein Plus von 1,1 und 1,8 Prozent veranschlagt. Für Frankreich erhöhten die Brüsseler ihre Prognose für 2015 auf 1,0 (bisher 0,7) Prozent und für 2016 auf 1,8 (1,5) Prozent.

In Italien erwarten die Experten in diesem Jahr weiter ein Plus von 0,6 Prozent, das sich aber im nächsten Jahr auf 1,3 (1,1) Prozent beschleunigen dürfte. Für Griechenland hingegen zeigte sich die Kommission etwas weniger optimistisch. Das BIP werde hier um 2,5 und 3,6 Prozent steigen. Bisher hatte die Behörde ein Plus von 2,9 und 3,7 Prozent erwartet.

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An der Preisfront sprechen die Experten von einem anhaltenden Trend zu niedriger Inflation. Die Verbraucherpreise im Euro-Raum dürften in diesem Jahr um 0,1 Prozent sinken und erst im nächsten Jahr mit 1,3 Prozent wieder spürbar steigen. Bisher hatte die Kommission für 2015 noch ein Plus von 0,8 Prozent erwartet. Die EZB sieht stabile Preise nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.

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