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Leitzinsentwicklung IW-Chef Hüther: Zinsen in Europa bleiben niedrig

Exklusiv

Der Trend zu steigenden Zinsen wird in Europa erst sehr zeitverzögert ankommen.

Michael Hüther Quelle: dapd

Der von den USA ausgehende Trend zu steigenden Zinsen wird sich nach Ansicht des Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, nur zum Teil und verzögert auf Europa auswirken. „Europa hinkt beim Zyklus noch hinterher. Die Inflationsrate liegt hier unter einem Prozent und die Banken haben noch etliche Problemfälle in ihren Bilanzen“, sagt Hüther im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Die EZB wird daher versuchen, durch das Versprechen weiterhin niedriger Leitzinsen die Kapitalmarktrenditen unten zu halten.“ Auf Dauer werde dies jedoch nicht gelingen. „Letztlich kann sich Europa dem Aufwärtstrend der Zinsen, der aus den USA kommt, nicht völlig entziehen“, so Hüther.

Die im historischen Vergleich niedrigen Zinsen führt Hüther nicht allein auf die expansive Geldpolitik der Zentralbanken zurück. Auch die im Vergleich zu den weltweiten Investitionen hohen Ersparnisse wirkten sich auf die Zinsen aus. „Viele Unternehmen haben in den Krisenjahren hohe Ersparnisse gebildet statt zu investieren“, sagt Hüther. „Diese hohe Ersparnis hat dazu beigetragen, die Zinsen nach unten zu drücken.“ 

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