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+++Nach den Anschlägen in Paris+++ „Gefährdung für Deutschland und Europa ist hoch"

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Belgien nennt Namen der verhafteten Terrorverdächtigen

+++12.09 Uhr+++
Die belgische Polizei hat die Namen der zwei verhafteten Terrorverdächtigen bekanntgegeben. Es handelt sich um zwei Belgier aus dem als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Stadtteil Molenbeek, Mohammed Amri (27 Jahre alt) und Hamza Attouh (21 Jahre). Das berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Polizei hatte die beiden am Samstag festgenommen, am Montag wurde Haftbefehl erlassen.
Der Anwalt von Amri sagte laut der Nachrichtenagentur, sein Mandant habe am Freitagabend einen Anruf des Terrorverdächtigen Salah Abdeslam bekommen mit der Bitte, ihn in Paris abzuholen. Daraufhin sei Amri gemeinsam mit Hamza Attouh von Brüssel nach Paris gefahren. Der graue VW Golf sei auf der Hin- und Rückfahrt im nordfranzösischen Cambrai kontrolliert worden. Auf dem Heimweg habe das Trio kein einziges Wort über das Attentat von Paris gesprochen. Die beiden Männer hätten Salah Abdeslam in Brüssel abgesetzt. Von ihm fehlt weiter jede Spur.

+++11.43 Uhr+++
Die USA versprechen Frankreich Unterstützung im verstärkten Kampf gegen den IS. Nach den jüngsten IS-Anschlägen nicht nur in Paris, sondern auch im Libanon, in Ägypten und der Türkei sei jedem klar, dass man die Terrorgruppe im Kern treffen müsse, sagte John Kerry heute bei seinem Treffen mit Hollande. „Der Grad der Zusammenarbeit könnte höher nicht sein“, sagte Kerry. „Wir haben uns darauf verständigt, mehr Informationen auszutauschen, und ich bin sicher, dass (der Islamische Staat) im Lauf der nächsten Wochen verstärkten Druck spüren wird.“

+++11.19 Uhr+++
Die Pariser Polizei hat ein Auto sichergestellt, das möglicherweise bei der Vorbereitung der Terroranschläge genutzt wurde. Der schwarze Renault Clio löste am Dienstagmorgen einen Einsatz am Platz Albert Kahn im 18. Arrondissement von Paris aus, wie französische Medien berichteten. Die Polizei selbst äußerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht. Der Wagen könnte „zur Vorbereitung der Attentate gedient haben“, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen. Er sei im Vorfeld der Anschläge auf der Autobahn 1 gesichtet worden, die Paris mit Belgien verbindet. Weitere Untersuchungen seien aber nötig.

+++11.10 Uhr+++
Die bayerischen Behörden wissen weiter nicht, ob es bei dem in der vorletzten Woche bei Rosenheim festgenommenen Mann aus Montenegro eine Verbindung zu den Attentätern von Paris gibt. Der 51-Jährige schweige noch immer, sagt ein Sprecher des Landeskriminalamts. Nach seiner Festnahme hatte er lediglich gesagt, dass er den Eiffelturm besichtigen wollte. Von den im Auto verbauten Waffen und Sprengstoffen habe er nichts gewusst.

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    +++10.56 Uhr+++
    Präsident Hollande soll nach Angaben seines Premiers Manuel Valls bereits in der kommenden Woche nach Washington und Moskau reisen. Er wolle mit US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Wladimir Putin über die Zusammenarbeit im Kampf gegen die Terrormiliz IS in Syrien sprechen, sagte Valls dem Sender France Inter.

    +++10.24 Uhr+++
    Frankreich bittet die Europäische Union offiziell um Beistand. "Habe eben im Namen Frankreichs um Beistand nach Artikel 42.7 des EU-Vertrags gebeten", twittert Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian vor einer Sitzung der EU-Verteidigungsminister in Brüssel.

    Frankreich greift damit als erstes Land auf den Artikel 42.7 des Lissabonner Vertrags zurück, der im Fall eines Angriffs auf einen Mitgliedsstaat Unterstützung der übrigen Partner verspricht. Wie diese genau aussehen soll, ist aber nicht festgelegt. Le Drian sagte, die EU-Partner könnten helfen, „entweder, indem sie sich an Frankreichs Operationen in Syrien oder im Irak beteiligen oder indem sie Frankreich bei anderen Operationen entlasten oder unterstützen“. „Frankreich kann nicht alles machen“, sagte Le Drian unter Berufung auf derzeit ebenfalls laufende Militäreinsätze zum Beispiel in Afrika.

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