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+++Nach den Anschlägen in Paris+++ „Gefährdung für Deutschland und Europa ist hoch"

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Frankreich wird EU-Ziel für Staatsdefizit verfehlen

+++09.51 Uhr+++
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat Frankreich nach dessen Hilfsappell an die Europäische Union wegen der Anschläge von Paris umfangreiche Unterstützung zugesagt. "Wir werden sehr genau hinhören, was Frankreich uns zu sagen hat, und aufmerksam (...) analysieren, worum Frankreich uns bittet", sagte von der Leyen am Dienstag vor einem Treffen mit ihren EU-Kollegen in Brüssel. "Aber selbstverständlich ist, dass wir alles in unser Macht stehende tun werden, um Hilfe und Unterstützung zu leisten." Dabei gehe es nicht nur um militärische Maßnahmen, sondern ein viel breiter angelegtes Vorgehen. Einzelheiten nannte sie nicht.

+++09.29 Uhr+++
Weitere Details zur Verfehlung des Budgetziels werden bekanntgegeben: Wegen zusätzlicher Ausgaben für die Innere Sicherheit wird Frankreich die Schuldenobergrenze des Euro-Stabilitätspakts laut Valls „zwangsläufig überschreiten“. Er rechtfertigte dies am Dienstagmorgen mit verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus nach den Anschlägen. „Europa muss das verstehen“, sagte Valls dem Sender „France Inter“. „Wir müssen der Polizei, der Gendarmerie und den Geheimdiensten (...) alle Mittel zur Verfügung stellen“, sagte Valls. Dafür solle aber nicht an anderer Stelle gespart werden.

+++09.13 Uhr+++
Großbritannien befürchtet nach Worten von Finanzminister George Osborne in Zukunft auch Cyber-Attacken der radikalen Miliz Islamischer Staat mit Todesopfern. Ziele könnten etwa die Stromversorgung, die Flugverkehrskontrolle oder Krankenhäuser sein, warnt Osborne. Deswegen werde das Land die Ausgaben für die Abwehr potenzieller Cyberangriffe bis 2020 fast verdoppeln. Die Entscheidung für die Verstärkung der Internetsicherheit sei schon vor den Anschlägen in Paris gefallen.

+++08.28 Uhr+++
Frankreich wird nach Worten von Regierungschef Manuel Valls wegen steigender Ausgaben für die nationale Sicherheit das EU-Ziel für das Staatsdefizit verfehlen.

Das schreiben die französischen Zeitungen zu den Anschlägen

+++08.13 Uhr+++
Die französische Polizei hat in der Nacht zum Dienstag 128 Razzien durchgeführt. Die Polizei komme bei ihren Ermittlungen gegen die Hintermänner der Pariser Anschläge rasch voran, sagt Innenminister Bernard Cazeneuve dem Radiosender "France Info". Details nennt er nicht. Bereits in der Nacht zu Montag hatte es 168 Durchsuchungen gegeben. Dabei gab es 23 Festnahmen, auch Waffen wurden gefunden.

+++06.40 Uhr+++
Solidarisch mit Frankreich ist der Eingang zum Pressezentrum des Asien-Pazifik-Gipfels in der philippinischen Hauptstadt Manila in blau-weiß-rot erleuchtet. „Wir stehen Schulter an Schulter“, steht auf einem elektronischen Laufband. Das Thema Terror drängt sich am Mittwoch auch auf die Tagesordnung der 21 Länder der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (Apec), die eigentlich immer nur über Handel reden. Auch der anschließende Ostasiengipfel der südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) mit US-Präsident Obama und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping beschäftigt sich damit.

+++06.20 Uhr+++
Die französische Luftwaffe hat erneut die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Die Bombardements richteten sich gegen die IS-Hochburg Al-Rakka, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die französischen Streitkräfte. Ziele seien ein Kommandozentrum und ein Ausbildungszentrum gewesen. Auch am Sonntagabend hatten französische Flugzeuge Al-Rakka bombardiert.

+++05.58 Uhr+++
Frankreich strebt im Kampf gegen Dschihadisten im In- und Ausland nach einem breiten Schulterschluss. Präsident Hollande kündigte in einer Rede vor dem Parlament dazu Treffen mit seinen Kollegen Barack Obama und Wladimir Putin an. „Syrien ist zur größten Fabrik des Terrorismus geworden, die die Welt jemals gesehen hat und die internationale Gemeinschaft ist noch immer viel zu gespalten und inkohärent“, klagte er. Das Nachbarland Belgien entschied sich nach Anhebung der Terrorwarnstufe für die Absage eines für Dienstag geplanten Fußballfreundschaftsspiels gegen Spanien.

+++05.00 Uhr+++
US-Verteidigungsminister Ash Carter fordert die europäischen Verbündeten der Vereinigten Staaten zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen die radikal-islamische IS-Miliz auf. "Wir wollen mehr tun", sagt Carter auf einer Veranstaltung des "Wall Street Journal". "Aber es ist für uns wichtig, dass auch andere mitmachen."

+++04.28 Uhr+++
US-Außenminister John Kerry hat Frankreich die volle Unterstützung seines Landes im Kampf gegen die radikal-islamische IS-Miliz zugesichert. Die Vereinigten Staaten würden "Schulter an Schulter" neben Frankreich stehen, sagte Kerry am Montag nach seiner Ankunft in der französischen Hauptstadt.

+++04.04 Uhr+++
Großbritannien investiert verstärkt in die Abwehr potenzieller Cyberangriffe der radikalen Miliz Islamischer Staat (IS). "Es könnte kaum mehr auf dem Spiel stehen", warnt Finanzminister George Osborne.

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