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+++Nach den Anschlägen in Paris+++ „Gefährdung für Deutschland und Europa ist hoch"

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Französische Behörden sollen nach zweitem flüchtigen Attentäter fahnden

+++18.21 Uhr+++

Die sieben bei Aachen unter Terrorverdacht Festgenommenen werden freigelassen. „Wir können feststellen, dass wir keine Erkenntnis haben, dass die Personen mit dem Anschlag in Verbindung stehen“, sagt ein Polizeisprecher.

+++18.00 Uhr+++

Hinter den Anschlägen von Paris könnten nach den Worten des Vorsitzenden des Heimatschutz-Ausschusses des US-Repräsentantenhauses bis zu 20 Personen stecken. Es müsse davon ausgegangen werden, dass man es mit einer größeren Verschwörung zu tun habe, sagt Michael McCaul dem Sender CNN.

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    +++17.53 Uhr+++

    Die französischen Behörden fahnden Medienberichten zufolge nach einem zweiten flüchtigen Attentäter, der direkt in den Anschlag verwickelt sei. Die Person sei noch nicht identifiziert worden, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf drei französische Insider. Demnach hat eine Analyse der Anschlagsserie ergeben, dass eine Person noch fehlt.

    +++17.36 Uhr+++

    Nach wie vor ist es so, dass mindestens ein Täter flüchtig ist", sagt Innenminister Thomas de Maizière auf einer Pressekonferenz. Der Minister betont: „Die Gefährdungslage ist wirklich hoch.“ Es bestehe nach wie vor Sorge, dass einer der Täter in Nachbarländer Frankreichs fliehe. Daher sei richtig, verstärkte Grenzkontrollen aufrechtzuerhalten. Es habe sich gezeigt, dass die Sicherheitsbehörden wachsam seien, um Folgeanschläge und Nachahmungstaten zu verhindern. Alle Hinweise seien nun „wachsam, entschlossen und ruhig“ abzuarbeiten.

    Die Festnahmen von sieben Verdächtigen bei Aachen haben nach Angaben von Bundesinnenminister vorerst keinen „engsten Zusammenhang“ mit den Anschlägen in Paris. „Nach dem bisherigen Stand der Dinge scheint es nicht so zu sein, dass es einen engsten Zusammenhang mit den Taten in Paris gibt“, sagt de Maizière. Es habe Hinweise gegeben, dass unter den Festgenommenen ein "dicker Fisch" habe sein können. "Leider ist es nicht der, auf den wir alle gehofft hatten, dass er es sein könnte", fügt er hinzu und betont, es bestehe weiter die Sorge, dass einer der Täter in Nachbarländer Frankreichs fliehe. Daher sei richtig, verstärkte Grenzkontrollen weiter aufrechtzuerhalten.

    +++17.09 Uhr+++

    Die nicht verifizierte Erklärung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu den Anschlägen von Paris soll von einem französischen Dschihadisten vorgelesen worden sein. Die Stimme in der im Internet aufgetauchten Botschaft gehöre sehr wahrscheinlich einem 35-jährigen Bekannten des islamistischen Attentäters Mohamed Merah, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise. Merah starb 2012 bei einem Polizeieinsatz. Er hatte zuvor im Großraum Toulouse insgesamt sieben Menschen erschossen, darunter an einer jüdischen Schule drei Kinder und einen Lehrer. Der nun verdächtigte Franzose gehöre der radikalen islamistischen Szene an. Er sei im Juli 2009 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, habe sich zuvor aber nach Syrien abgesetzt. In der im Internet kursierenden Botschaft hatte ein Sprecher auch neue Drohungen ausgesprochen. Frankreich werde ganz oben auf der Liste der Terror-Ziele bleiben, hieß es darin.

    +++16.23 Uhr+++

    Deutschland will sich trotz des Terrors in Paris nicht an Luftangriffen auf den sogenannten Islamischen Staat in Syrien beteiligen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagt bei einem Besuch auf Zypern, es habe keinen Sinn, neben 16 anderen Ländern selbst auch Angriffe zu fliegen. Deutschland liefere Waffen und Militärgerät an die kurdischen Gegner des IS im Nordirak. Das sei die richtige Strategie, denn die Kurden hätten nicht nur die Front gegen den IS behauptet, sondern sogar leichte Geländegewinne verbucht, sagt Steinmeier.

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