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Nach den Terroranschlägen in Paris Senat verlängert Ausnahmezustand um drei Monate

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Gruppe plante fünf Sprengstoffanschläge

In Belgien nahm die Polizei bei Antiterror-Razzien neun Verdächtige zum Verhör mit. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit. Die Nachrichtenagentur Belga sprach von neun Festnahmen. Laut Staatsanwaltschaft standen die Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit dem Pariser Selbstmordattentäter Bilal Hadfi, der in Belgien lebte. Die Untersuchung gegen Hadfi habe bereits Anfang 2015 begonnen, als dieser nach Syrien ausgereist war.

Die Absage des Länderspiels Deutschland-Niederlande in Hannover am Dienstag ging auf konkrete Informationen eines ausländischen Geheimdienstes über einen bevorstehenden Terroranschlag zurück. Ein entsprechender Bericht der „Bild“-Zeitung wurde der dpa aus Sicherheitskreisen bestätigt.

Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Freitag) berichtete unter Berufung auf ein französisches Geheimdienstpapier, der Anführer der angeblich fünfköpfigen Terrorzelle solle einen deutschen Pass besitzen. Die Gruppe habe insgesamt fünf Sprengstoffanschläge geplant. Bisher wissen die Behörden nach offizieller Darstellung aber nicht, ob die Hinweise wirklich zutrafen. Der Generalbundesanwalt nahm Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bildung einer terroristischen Vereinigung auf.

Europa



In Deutschland wird zunehmend heftig über einen verstärkten Einsatz der Bundeswehr im Innern diskutiert. Dafür plädierte etwa CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt in der „Rheinischen Post“.

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    Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, hielt solchen Vorstößen in Mainz entgegen: „Ich glaube, dass uns das aktuell nicht weiterhelfen würde.“ Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte in Italien, bei katastrophischen Umständen könne die Bundeswehr tatsächlich auch eingesetzt werden.

    Die Fußball-Bundesliga steht unter dem Vorzeichen erhöhter Wachsamkeit. „Der Schutz von Menschenleben hat höchste Priorität“, sagte Ligapräsident Reinhard Rauball der „Bild“-Zeitung. Aber: „Wir dürfen uns vom Terror nicht einschüchtern lassen.“ Schalke-Coach André Breitenreiter sagte vor dem Topspiel am Samstag gegen Bayern München, er habe volles Vertrauen in die Sicherheitsmaßnahmen, aber es bleibe ein mulmiges Gefühl. Mit strengeren Kontrollen sollen auch die Begegnungen in der englischen Premier League ausgetragen werden.

    Frankreichs Präsident François Hollande will die Luftschläge gegen IS-Stellungen in Syrien und dem Irak ausweiten. Nachdem Russland bei der UN bereits am Mittwoch eine Resolution im Kampf gegen den IS eingebracht hatte, legte auch Frankreich am Donnerstagabend einen Resolutionsentwurf vor. Darin werden alle UN-Mitgliedsstaaten zu einem stärkeren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat aufgefordert.

    In dem Entwurf bittet das Land im Weltsicherheitsrat darum, dass alle Staaten „ihre Bemühungen nochmals verdoppeln und koordinieren“, um weitere Anschläge des IS und anderer Gruppierungen zu verhindern. Zudem solle der „sichere Hafen“ zerstört werden, den der IS in großen Teilen des Irak und in Syrien aufgebaut habe.

    In den USA stimmte das Abgeordnetenhaus derweil dafür, Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak nur nach verschärften Kontrollen ins Land zu lassen.

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