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Nach „Gelbwesten"-Protest Airbus will Mitarbeitern Sonderboni zahlen

Demonstranten der «Gelbwesten» schwenken französische Fahnen während einer Demonstration. Quelle: dpa

Die Demonstrationen der sogenannten „Gelbwesten“ in Frankreich haben Wirkung gezeigt. Der Flugzeugbauer Airbus, an dem auch der französische Staat beteiligt ist, will Mitarbeitern einen Sonderbonus zahlen.

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Inmitten der „Gelbwesten“-Proteste in Frankreich will der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus seinen Mitarbeitern mit den niedrigsten Einkommen Sonderboni zahlen. Details dazu müssten noch mit den Gewerkschaften besprochen werden, sagte eine Sprecherin des Konzerns am Montag. Staatspräsident Emmanuel Macron hatte zuvor Unternehmen des Landes - darunter Airbus - aufgerufen, ihn zu unterstützen und den Demonstranten entgegenzukommen. Die „Gelbwesten“ protestieren unter anderem gegen aus ihrer Sicht hohe Lebenshaltungskosten.

Airbus hat rund 48.000 Mitarbeiter in Frankreich, wo Beschäftigte der Raumfahrtbranche dem Lobbyverband Gifas zufolge im Durchschnitt 4250 Euro im Monat verdienen - bei einem landesweiten Durchschnittslohn von 2250 Euro. Allerdings zahlt der Konzern in Frankreich einer nicht näher bezifferten Zahl von Mitarbeitern deutlich weniger Geld - im schlechtesten Fall 1700 Euro pro Monat. Der landesweite Mindestlohn beträgt 1500 Euro. In Frankreich waren wiederholt Zehntausende Menschen mit gelben Warnwesten aus Protest gegen Macrons Wirtschaftspolitik auf die Straßen gegangen. Der Präsident hatte daraufhin die Aussetzung der Ökosteuer, eine Mindestlohn-Erhöhung, Steuererleichterungen für Rentner und eine geringere Steuer auf Überstunden angekündigt. Wegen der Zugeständnisse wird das Land aber gegen die EU-Schuldengrenze verstoßen.

Vergangene Woche hatten bereits französische Banken erklärt, sie würden Macron unterstützen. Durch die Deckelung von Überziehungsgebühren für ärmere Bürger sollen private Bankkunden dadurch bis zu 600 Millionen Euro mehr zur Verfügung haben.

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