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Nachfolge von Jeroen Dijsselbloem Luis de Guindos soll Eurogruppenchef werden

Morgen startet der EU-Gipfel. Dabei sollen wichtige personelle Entscheidungen gefällt werden. Neben der Nachfolge Dijsselbloems steht die Entscheidung über den Kommissionspräsidenten auf der Tagesordnung.

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos könnte bald an der Spitze der Eurogruppe stehen. Quelle: REUTERS

Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen dem Poker um EU-Spitzenjobs einem Medienbericht zufolge auf ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag und Freitag in Brüssel ein Ende setzen. Die sozialistischen und sozialdemokratischen Regierungschefs hätten massiv auf schnelle Personalbeschlüsse und ein Gesamtpaket gedrängt, berichtete die Zeitung „Welt“ unter Berufung auf informierte Diplomatenkreise. EU-Ratspräsident Herman van Rompuy habe ursprünglich nicht alle offenen Personalfragen während des Gipfels klären sondern inhaltliche Diskussionen in Vordergrund stellen wollen.

Künftiger Chef der Euro-Gruppe soll demnach der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos werden. De Guindos solle beim Gipfel zum Nachfolger des Niederländers Jeroen Dijsselbloem als Vorsitzender der Euro-Finanzminister-Runde gekürt werden, berichtet die "Welt" unter Berufung auf ranghohe EU-Diplomaten.

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Im Mittelpunkt der Personaldebatte auf dem Gipfel steht die Entscheidung über den nächsten Präsidenten der EU-Kommission. Trotz des Widerstands aus Großbritannien und Ungarn soll Luxemburgs konservativer Ex-Ministerpräsident Jean-Claude Juncker für den Posten nominiert werden. Über die Personalie war zuletzt heftig gestritten worden. Großbritanniens Premier David Cameron, der Juncker offen ablehnt, hatte eine förmliche Abstimmung gefordert. Das wäre ein Novum. Denn bisher wurde der Chef der mächtigen EU-Behörde einvernehmlich nominiert.

EU-Parlamentspräsident soll der SPD-Politiker Martin Schulz werden. Im Rennen um die Nachfolge von Van Rompuy als EU-Ratspräsident ist die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. Noch offen ist dem Bericht zufolge, wer das Amt des EU-Außenbeauftragten erhält.

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