Neuer Negativrekord Arbeitslosigkeit in der EU bei zwölf Prozent

Die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-Ländern hat einen neuen Rekordstand erreicht. Im Februar waren 19,07 Millionen Menschen in der Eurozone ohne Job, so viele wie nie zuvor seit der Euro-Einführung.

So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
Supporters of the ultranationalist Bulgarian party Ataka (attack) wave national flags during a anti-government rally in central Sofia, Bulgaria Quelle: dpa/dpaweb
A woman peers through a Romanian flag during a protest against President Traian Basescu in Bucharest, Romania, Quelle: dapd
Die Flagge der Europäischen Union weht neben den Nationalfahnen der EU-Mitglieder Spanien Niederlande, Irland und Griechenland sowie Rumaenien (hinten v. l.), Portugal, Tschechien und Schweden Quelle: dapd
Die deutsche Flagge weht am 09.08.2012 an einem Schiff der Reederei Hiddensee vor der Silhouette der historischen Altstadt von Stralsund Quelle: dpa
Eiffelturm Quelle: gms
Der Dannebrog, die dänische Flagge, weht am 27.06.2012 an einem Ferienhaus in Henne Strand Quelle: dpa
Boddenhafen von Barth Quelle: ZB
Graslei in Gent Quelle: gms

Die Rezession in der Euro-Zone hält die Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch. Von Januar auf Februar verloren weitere 33.000 Menschen ihren Job, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. In den 17 Euro-Ländern sind damit 19 Millionen Männer und Frauen arbeitslos - knapp 1,8 Millionen mehr als im Februar 2012. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote verharrte bei 12,0 Prozent.

Dabei ist die Kluft im Währungsraum sehr groß: Österreich weist mit 4,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosigkeit aus, Griechenland mit 26,4 Prozent die höchste. Die Jugendarbeitslosigkeit kletterte binnen Jahresfrist insgesamt auf 23,9 von 22,3 Prozent, im Vergleich zum Januar fiel sie aber leicht um 0,1 Punkte.

Rasche Besserung ist nicht in Sicht. Nach einer Umfrage des Markit-Instituts unter rund 3000 Industrie-Betrieben in der Euro-Zone wurden im März bereits den 14. Monat in Folge Stellen gestrichen. Besonders stark war der Abbau in Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Irland und Griechenland. In Deutschland und Österreich hingegen wurden unter dem Strich wieder Stellen geschaffen.

Die 10 Gebote für die Euro-Zone

Die EU-Kommission rechnet für dieses Jahr mit einem Anstieg der durchschnittlichen Arbeitslosenquote auf 12,2 Prozent. Erst 2014 soll sie wieder sinken, wenn auch nur minimal auf 12,1 Prozent.

Grund dafür ist die schwere Wirtschaftskrise in der Währungsunion. Das Bruttoinlandsprodukt wird nach Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr mit einem Rückgang von 0,3 Prozent zum zweiten Mal in Folge sinken. Besonders düster sieht es in Griechenland, Spanien und Italien aus.

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Im krisengeplagten Euroland Spanien ist die Zahl der Arbeitslosen allerdings erstmals seit fünf Jahren leicht gesunken. Mit 5,04 Millionen waren im März rund 5000 Menschen weniger als im Vormonat ohne Job, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Das ist der erste monatliche Rückgang seit fünf Jahren. Trotzdem bleibt die Arbeitslosigkeit, die rund jeden vierten Spanier betrifft, hoch. Auch im rezessionsgeplagten Italien ist die Arbeitslosigkeit erstmals seit Mitte 2012 wieder etwas gesunken. Die - um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte - Arbeitslosenquote fiel von Januar auf Februar auf 11,6 von 11,7 Prozent, wie das nationale Statistikamt Istat mitteilte. Noch zum Jahresauftakt hatte es den höchsten Wert seit 21 Jahren gegeben.

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