Neues Währungssystem Europa muss aus Amerikas Fehlern lernen

In der Euro-Krise soll Europa von Amerika lernen, ohne dessen Fehler zu wiederholen. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn fordert deshalb ein neues Währungssystem für Europa.

10 Gründe gegen den Euro
Das Portemonnaie ist schwerer geworden Quelle: dapd
Lieb gewonnene Sprichwörter sind nicht mehr gültig Quelle: AP
Eine Sammlung der im Dezember 2010 erhältlichen Ein-Euro Münzen der 17 Eurostaaten Quelle: dpa
Unser Vermögen wurde halbiert Quelle: dpa/dpaweb
Den politischen Talkshows gehen die Themen aus Quelle: REUTERS
Die Deutschen zahlen noch mit der Mark Quelle: AP
Keiner hat uns mehr lieb Quelle: dpa
Regionalwährungen boomen Quelle: dpa/dpaweb
Stillstand in Berlin Quelle: dpa
Der Euro sieht aus wie Spielgeld Quelle: dpa/dpaweb

Mit einem spektakulären Entwurf für ein neues europäisches Währungssystem hat der Präsident des ifo Instituts, Professor Hans-Werner Sinn, den 12. Munich Economic Summit der CESifo Group eröffnet. "Wir brauchen eine offene Währungsunion, zwischen dem Dollar- und dem Bretton-Woods-System." Mit diesem Währungssystem sollte Europa von den USA lernen, ohne die Fehler, die bei der Gründung der Vereinigten Staaten gemacht wurden, zu wiederholen.

Die Szenarien für den Euro-Raum

Am Ziel der Vereinigten Staaten von Europa sollte man ruhig festhalten, sagte Sinn. Denkbar sei auch eine gemeinsame Finanzpolitik und ein gemeinschaftliches Budget. Die Geldpolitik im gemeinsamen Währungsraum müsse dann allerdings dem politischen Einfluss entzogen werden, etwa in dem ihr föderaler Aufbau von den politischen Strukturen entkoppelt wird.

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Voraussetzung sei allerdings, dass die Schulden der europäischen Staaten nicht vergemeinschaftet werden. Dies, so Sinn, sei der große Fehler bei Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika gewesen. Die damalige Übernahme der Schulden durch den Zentralstaat habe zwischen 1837 und 1842 zu einer neuen Kreditblase geführt, in deren Folge dann die meisten amerikanischen Zentralstaaten bankrottgegangen seien.

Der 12. Economic Summit steht unter dem Motto "Relaunch Europe". Während der Konferenz vom 16. bis zum 17. Mai kommen Politiker und Wissenschaftler aus 20 Ländern in München zusammen. Im fünften Jahr der Finanz- und Euro-Krise steht die Frage im Zentrum, wie Europa schlanker, Futter und stärker werden kann, um die Krise zu überwinden und zu neuem Wachstum zurückkehren kann.

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