Nizza Zwei weitere Festnahmen nach Lastwagenanschlag

Nach dem Lastwagen-Anschlag in Nizza steht die Frage im Fokus, ob der Täter alleine handelte oder Komplizen hatte. Sieben Menschen wurden mittlerweile festgenommen.

Schweigen und Trauer nach dem Anschlag in Nizza. Quelle: dpa

Im Zusammenhang mit dem Lastwagen-Attentat in Nizza sind am Sonntag zwei weitere Menschen in der südfranzösischen Stadt festgenommen worden. Es handele sich um einen Mann und eine Frau, teilte die französische Staatsanwaltschaft mit. Die fünf bereits am Samstag Festgenommenen blieben zunächst in Gewahrsam. Im Fokus der Ermittlungen steht die Frage, ob der Fahrer des Lastwagens Komplizen hatte oder ob er alleine handelte. Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte sich zu der Tat bekannt.

„Vereint in der Fassungslosigkeit“
Frankreichs Präsident François Hollande nach den Attentaten Quelle: REUTERS
Der französische Premierminister Manuel Valls nach der Sitzung des Sicherheitskabinetts Quelle: AP
Bundeskanzlerin Angela Merkel Quelle: AP
Bundespräsident Joachim Gauck Quelle: dpa
US-Präsident Barack Obama in einer Mitteilung des Weißen Hauses Quelle: AP
Die britische Premierministerin Theresa May Quelle: AP
Der russische Präsident Wladimir Putin in einem Beileidstelegramm Quelle: AP
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Quelle: dpa
Polens Präsident Andrzej Duda Quelle: AP
Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy Quelle: REUTERS
Türkeis Präsident Recep Tayyip Erdogan Quelle: REUTERS
Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron auf Twitter Quelle: REUTERS
 Bundesinnenminister Thomas de Maizière Quelle: REUTERS
SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel Quelle: dpa
Außenminister Frank-Walter Steinmeier über das Auswärtige Amt Quelle: dpa
Bundestagspräsident Norbert Lammert Quelle: dpa
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer Quelle: dpa
polnische Innenminister Mariusz Blaszczak Quelle: REUTERS
Ehemaliger französischer Präsident Nicolas Sarkozy auf Twitter Quelle: REUTERS
US-Außenminister John Kerry in einer Mitteilung Quelle: AP

Am Donnerstagabend, dem französischen Nationalfeiertag, hatte der 31-jährige Mohamed Lahouaiej Bouhlel einen Lkw in eine Menge auf der Strandpromenade Nizzas gesteuert. Dabei waren 84 Menschen getötet und 202 weitere zum Teil schwer verletzt worden. Unter den Toten waren auch drei Deutsche - zwei Schüler und eine Lehrerin aus Berlin.

Bouhlel stammte aus Tunesien. Er hatte seit Jahren in Nizza gelebt. Verwandte hatten gesagt, es habe keine Anzeichen gegeben, dass er radikalisiert gewesen sein könnte. Auch Ermittler betonten, Verbindungen des Mannes zu Extremisten seien nicht bekannt. Der französische Premierminister Manuel Valls hatte allerdings einen islamistischen Hintergrund vermutet. Und Innenminister Bernard Cazeneuve sagte, der Attentäter müsse sich „sehr schnell radikalisiert“ haben.

Der IS hatte erklärt, der Attentäter sei ein Soldat der Gruppe. Der Täter sei Aufrufen des IS gefolgt, nach denen Bürger von Nationen ins Visier genommen werden sollten, die gegen die Terrormiliz kämpfen.

Es war der dritte Anschlag nach den islamistischen Terrorangriffen im Januar und November 2015 mit 147 Toten. Für den Anschlag von Paris im November 2015 mit 130 Toten hatte der IS die Verantwortung übernommen. Zu dem Überfall auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt im Januar 2015 mit 17 Toten bekannte sich Al-Kaida.

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