Ölpreis Je teurer das Benzin, desto besser

Der steigende Ölpreis könnte die Zentralbanken zu weiteren Liquiditätsspritzen veranlassen.

Die größten Ölreserven der Welt
Eine Frau trocknet Wäsche auf einer Erdöl-Pipeline Quelle: ASSOCIATED PRESS
Libyen Quelle: REUTERS
Logo von Rosneft Quelle: ITAR-TASS
Ölraffinerie in den Vereinigten Arabischen Emiraten Quelle: AP
Ktar Quelle: REUTERS
Kuwait Quelle: REUTERS
Irak Quelle: REUTERS
Iran Quelle: AP
Saudi-Arabien Quelle: REUTERS
Venezuela Quelle: REUTERS

Wer in diesen Tagen bei Esso, Shell, Aral und Co. vorfährt, um sein Auto zu betanken, muss ein dickes Portemonnaie bei sich tragen. Der Preis für einen Liter Superplus kletterte vergangene Woche auf knapp 1,70 Euro. So teuer war Sprit in Deutschland noch nie. Grund für den Teuerungsschub an der Tanke ist der haussierende Ölpreis. Rund 124 Dollar verlangen die Ölförderländer derzeit am Weltmarkt für ein Fass der Sorte Brent. Spitzt sich der Konflikt zwischen dem Iran und dem Westen zu, könnte der Preis für das schwarze Gold weiter steigen und seinen alten Höchststand von 146 Dollar aus dem Sommer 2008 überschreiten. Dann wird der Ölpreis der Euro-Krise den Rang Nummer eins als Konjunkturrisiko ablaufen.

Grundsätzlich wirkt der Ölpreis über zwei Kanäle auf die Wirtschaft der Öl importierenden Länder. Zum einen entzieht er den Unternehmen und Bürgern Kaufkraft, die für Investitionen und Konsum fehlt. Das drückt die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts nach unten.

Zum anderen treibt der Ölpreis die Lebenshaltungskosten in die Höhe. Gelingt es den Arbeitnehmern, als Ausgleich höhere Löhne durchzusetzen, droht eine Lohn-Preis-Spirale, weil die Unternehmen den Kostenschub an ihre Kunden weiterreichen.

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