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Der Nachteil der Gemeinschaftswährung

Seite 2/2

Frankreich verschärft europäische Spannungen

Die Franzosen setzen auf den Euro. Quelle: dapd

Präsident Nicolas Sarkozy und andere französische Politiker sind zweifellos unglücklich, dass der jüngste europäische Gipfel die Sache einer weitergehenden politischen Union der EU nicht vorangebracht hat.

Es waren die französischen Regierungsvertreter Jean Monnet und Robert Schuman, die unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg die Initiative zur politischen Vereinigung Europas einleiteten. Die Franzosen betrachteten die Schaffung des Euro als ein wichtiges Symbol des in Bezug auf dieses Ziel erreichten Fortschritts.

In den Sechzigerjahren drängte Jacques Delors, damals französischer Finanzminister, in einem Bericht mit dem Titel „Ein Markt, ein Geld“ auf eine gemeinsame Währung. Er prophezeite, dass ein europäisches Freihandelsabkommen nur funktionieren werde, wenn seine Mitglieder eine gemeinsame Währung nutzen würden.

Für die Franzosen ist das Erreichen einer politischen Union innerhalb Europas eine Methode, Europas Rolle in der Welt und Frankreichs Rolle innerhalb Europas zu stärken. Umso schwerer fällt es ihnen mitanzusehen wie dieses Ziel in immer weitere Ferne rückt. Durch seine Angriffe auf Großbritannien stärkt Frankreich jedoch nicht die Währungsunion sondern verschärft nur den Konflikt mit Großbritannien und erhöht so die Spannungen innerhalb Europas.

Eigene Verantwortung

Das schadet einerseits beiden und kaschiert nur unzureichend die tatsächliche Erkenntnis der Krise: Deren Lösung erfordert keine politische Union oder deutsche Finanzhilfen. Es liegt an den einzelnen Euroländern – insbesondere Italien, Spanien und Frankreich –, Veränderungen in ihrer nationalen Ausgabe- und Steuerpolitik umzusetzen und so die globalen Finanzinvestoren zu überzeugen, dass diese Länder auf dem Weg hin zu Haushaltsüberschüssen sind und ihre Schuldenquoten reduzieren.

Frankreich sollte sich auf seine nationalen Fiskalprobleme und die trostlose Lage seiner Handelsbanken konzentrieren, statt auf Großbritannien einzudreschen oder nach politischen Veränderungen zu rufen, die nicht kommen werden.

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