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Präsidentenwahl in Griechenland Athener Börse bricht ein

Griechenland steht vor Neuwahlen – das führte an der Athener Börse zum größten Kurs-Einbruch seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers.

huGO-BildID: 39752062 FILE - A greek flag waves in the sun in Athens, Greece, 29 June 2011. Photo: Arno Burgi/dpa (zu dpa «Athen macht ersten Schritt in Richtung Ende des IWF-Hilfsprogrammes

Aus Furcht vor politischer Instabilität und einer Abkehr vom Sanierungskurs sind Anleger in Scharen aus den griechischen Finanzmärkten geflohen. Aufgeschreckt hatte sie die vorgezogene Neuwahl des Präsidenten.

Investoren fürchteten, dass sich die Abgeordneten in Athen nicht auf ein neues Staatsoberhaupt einigen können, sagte Analyst Manos Hatzidakis von Beta Securities. In diesem Fall schreibt die Verfassung die Neuwahl des Parlaments vor. In Umfragen liegt die oppositionelle Partei Syriza vorn, die den strikten Sparkurs der aktuellen, konservativen griechischen Regierung ablehnt.

Griechenland ist am schlechtesten in die EU integriert
Mann mit griechischer Flagge Quelle: dapd
Blick auf Warschau Quelle: dpa
Blick auf Riga Quelle: dpa
Blick auf das ungarische Parlament Quelle: dpa
Platz in Vilnius, Litauen Quelle: AP
Ein Mädchen winkt mit der schwedischen Flagge Quelle: dpa
Urmas Paet und Frank-Walter Steinmeier Quelle: dpa

Der Leitindex der Athener Aktienbörse brach am Dienstag zeitweise um mehr als elf Prozent ein. Das ist der zweitgrößte Tagesverlust seiner Geschichte und der größte seit den Turbulenzen nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Der griechische Bankenindex stürzte sogar um knapp 16 Prozent ab.

Griechische Staatsanleihen warfen Anleger ebenfalls aus ihren Depots und trieben damit die Rendite der zehnjährigen Titel auf bis zu 7,896 Prozent von 7,274 Prozent am Vortag. Diesem Trend konnten sich die Bonds der anderen südeuropäischen Krisenstaaten Italien, Spanien und Portugal nicht entziehen. Ihre Renditen zogen ebenfalls an.

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Bei vorgezogenen Parlamentswahlen seien die Chancen auf einen Sieg der Regierungskoalition um den Ministerpräsidenten Antonis Samaras gering, sagte Jan von Gerich, Chef-Anleihe-Analyst der Nordea Bank. "Dies könnte die wirtschaftliche Erholung erneut stoppen. Und wenn man sich das Programm von Syriza anschaut, ist nicht ausgeschlossen, dass die Leute zu zweifeln beginnen, dass Griechenland noch eine Zukunft in der Euro-Zone hat."

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