WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Präsidentenwahl Stichwahl in Zypern

Bei der Präsidentenwahl in Zypern hat Nikos Anastasiades mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Weil er allerdings die absolute Mehrheit verfehlte, gibt es am 24. Februar eine Stichwahl.

Marode Staatshaushalte und Krisenbanken
frau auf einem Balkon mit portugiesischer Flagge Quelle: dapd
SpanienNotleidende Kredite: 10,7 Prozent der Gesamtkredite (Stand: September 2012) Sparer ziehen Einlagen ab, marode Immobilien bringen die Banken ins Wanken Quelle: dpa
Bank of Ireland Quelle: dpa
Bank Societé Générale Quelle: REUTERS
Gebäude der Dexia-Bank Quelle: dpa
Eine niederländische Flagge und Gebäude der ING Quelle: dapd
Rettungsring und Banken Quelle: AP

Der rechtskonservative Kandidat kam nach der Auszählung aller Stimmen auf 45,4 Prozent, wie das Innenministerium am Sonntagabend mitteilte. Er verfehlte die absolute Mehrheit: Deshalb muss der 66-jährige Anwalt in einer Woche noch einmal gegen den von den Kommunisten unterstützten Kandidaten Stavros Malas antreten. Dieser hatte 26,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt. Dritter wurde der Vertreter der politischen Mitte, Giorgos Lillikas, mit 24,93 Prozent.

Wissenswertes über Zypern

"Dies ist ein Sieg für alle diejenigen Kräfte, die von uns Veränderungen verlangen", sagte Anastasiades nach Bekanntgabe des Endergebnisses. Er rief alle Bürger des Landes auf, ihm am kommenden Sonntag die Stimme zu geben. „Ich habe heute ein starkes Mandat für eine europäische Orientierung (Zyperns) erhalten“, sagte Anastasiades. Er werde alles tun, damit das Euro-Land wieder auf Europakurs gebracht wird. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 83,14 Prozent. Auf Zypern wird der Präsident direkt vom Volk gewählt. Er bestimmt und führt die Regierung. Das hoch verschuldete Euro-Mitgliedsland Zypern ist von der Staatspleite bedroht. Ende März sind seine Kassen leer. Auf den Wahlsieger kommt deshalb die Aufgabe zu, mit den Geldgebern von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) die Bedingungen für ein milliardenschweres Hilfspaket auszuhandeln. Der scheidende Staatschef Demetris Christofias von der Kommunistischen Partei war nicht noch einmal angetreten.

Wegen der finanziell prekären Lage Zyperns galt das Votum inmitten der Schuldenkrise als Schicksalswahl. Wahlberechtigt waren gut eine halbe Million griechische Zyprer. Die Verhandlungen mit der Euro-Zone und dem IWF drehen sich um ein Hilfspaket im Volumen von 17,5 Milliarden Euro - das entspricht der jährlichen Wirtschaftsleistung des geteilten Inselstaates. Nach dem Schuldenschnitt für Griechenland waren die vergleichsweise überdimensionierten Banken in Zypern in Not geraten. In vielen Regierungen der Euro-Zone setzt man auf einen Machtwechsel, da sich die Gespräche mit Christofias in den vergangenen Monaten als schwierig gestaltet hatten.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%